Ageismus weltweit bekämpfen
Forderungen an eine UN-Altenrechtskonvention
Die Global Alliance for the Rights of Older People (GAROP), der weltweit mehr als 400 Organisationen angehören, hat Forderungen für eine zukünftige UN-Altenrechtskonvention veröffentlicht. Das Positionspapier bezieht Stellung zu grundlegenden Fragen einer Konvention wie z.B. ihrem Geltungsbereich, den grundlegenden menschenrechtlichen Grundsätzen sowie den Mechanismen zur Umsetzung und Überprüfung der Konvention. GAROP fordert, die unterschiedlichen Formen von Benachteiligung älterer Menschen zu berücksichtigen und Ageismus zu bekämpfen. Die BAGSO ist seit 2019 Mitglied von GAROP und hat sich an der Ausarbeitung der gemeinsamen Forderungen beteiligt.
Nach Ansicht von GAROP ist es grundlegend, dass eine Konvention ältere Menschen als eigenständige Trägerinnen und Träger von Rechten anerkennt und ihr Recht auf Selbstbestimmung in den Mittelpunkt stellt. Sie darf ältere Menschen nicht lediglich als Empfängerinnen und Empfänger von Schutz und Fürsorge betrachten. Die Konvention sollte auch eine Beschreibung des Begriffs „ältere Menschen“ oder „höheres Lebensalter“ enthalten, die eine flexible, kontextgerechte Anwendung ermöglicht, statt feste chronologische Altersgrenzen vorzuschreiben. Außerdem sollten verbindliche Verpflichtungen für die Staaten festgelegt werden, die mit wirksamen und innovativen Mechanismen umgesetzt und überwacht werden.
Das Positionspapier richtet sich an die Zwischenstaatliche Arbeitsgruppe (IGWG), die im Juli 2026 in Genf mit der inhaltlichen Arbeit an einem künftigen international rechtlich verbindlichen Instrument zum Schutz der Menschenrechte älterer Menschen begonnen hat. Das Positionspapier wurde in einem breiten Beteiligungsprozess mit den Mitgliedsorganisationen von GAROP erarbeitet. Sie konnten ihre Erfahrungen und Positionen einbringen. Darüber hinaus führten Mitgliedsorganisationen in zwölf Ländern Afrikas, Asiens und Europas Konsultationen mit nahezu 200 älteren Menschen durch. Die gemeinsamen Forderungen bilden eine wichtige Grundlage für die Position der Zivilgesellschaft im weiteren Verhandlungsprozess.