Schritte zu einer UN-Altenrechtskonvention
Zwischenstaatliche Arbeitsgruppe erarbeitet Text

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HelpAgeObwohl die Menschenrechte universell gelten, zeigen zahlreiche Berichte und Studien, dass ältere Menschen weltweit in vielen Bereichen benachteiligt werden. Sie sind oft von Altersdiskriminierung betroffen und haben erschwerten Zugang zu medizinischer Versorgung. Sie sind in Krisensituationen besonderen Risiken ausgesetzt und in vielen Ländern nicht sozial abgesichert. Eine UN-Altenrechtskonvention soll dazu beitragen, bestehende Schutzlücken zu schließen, indem sie Staaten weltweit zu konkreten Maßnahmen verpflichtet.
Seit vielen Jahren setzt sich die BAGSO gemeinsam mit Hunderten von Nichtregierungsorganisationen weltweit für ein rechtlich bindendes, internationales Abkommen ein, das die Rechte älterer Menschen weltweit stärkt und schützt. Im April 2025 hat der UN-Menschenrechtsrat die Resolution 58/13 zur Einrichtung einer neuen Arbeitsgruppe verabschiedet. Diese Zwischenstaatliche Arbeitsgruppe (Intergovernmental Working Group, IGWG) befasst sich mit der Ausarbeitung eines internationalen rechtlich verbindlichen Instruments zum Schutz der Menschenrechte Älterer. Sie kam zum ersten Mal im Februar 2026 zusammen und wird zweimal im Jahr in Genf tagen.
Die BAGSO setzt sich gemeinsam mit anderen Organisationen der Zivilgesellschaft für einen inklusiven, partizipativen und transparenten Prozess ein. Sie achtet im weiteren Prozess darauf, dass die Stimmen älterer Menschen im Zentrum der Diskussionen der Arbeitsgruppe stehen. Neben Nichtregierungsorganisationen können sich auch ältere Menschen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie andere Interessierte an dem Prozess beteiligen.
Die BAGSO ist Mitglied der Global Alliance for the Rights of Older People (GAROP), unter deren Dach Organisationen der Zivilgesellschaft aus über 400 Ländern zusammengeschlossen sind. Als weltweites Netzwerk koordiniert GAROP die zivilgesellschaftliche Beteiligung an der Zwischenstaatlichen Arbeitsgruppe. GAROP arbeitet eng mit dem in Genf ansässigen NGO Committee on Ageingzusammen, dem sich sowohl zivilgesellschaftliche Organisationen als auch einzelne Vertreterinnen und Vertreter von NGOsanschließen können. Die BAGSO arbeitet aktiv in den beiden Netzwerken mit. Sie bringt sich außerdem mit Stellungnahmen in die neu eingerichtete Arbeitsgruppe ein und beteiligt sich seit 2023 an den Diskussionen des UN-Menschenrechtsrats.
