UN-Altenrechtskonvention: Beteiligung älterer Menschen von Beginn an sicherstellen

BAGSO fordert klare Positionierung der Bundesregierung

Pressemitteilung

Mitte Februar beraten die Vereinten Nationen über die Ausarbeitung einer UN-Altenrechtskonvention. Die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen fordert im Vorfeld der Sitzung der zwischenstaatlichen Arbeitsgruppe in Genf ein klares Bekenntnis zur Beteiligung älterer Menschen und ihrer Interessenvertretungen an dem weiteren Prozess. Nur so kann aus ihrer Sicht sichergestellt werden, dass eine zukünftige Altenrechtskonvention die vielfältigen Lebensrealitäten älterer Menschen widerspiegelt. 

Mit diesem Anliegen hat sich die BAGSO an Bundesseniorenministerin Karin Prien und an Bundesaußenminister Johann Wadephul gewandt. In ihrem Schreiben fordert sie eine eindeutige Positionierung der Bundesregierung zugunsten einer UN-Altenrechtskonvention und eines partizipativen Ausarbeitungsprozesses unter aktiver Einbeziehung älterer Menschen. Dr. Heidrun Mollenkopf, Vorsitzende von AGE Platform Europe und Mitglied des Vorstands der BAGSO, betont: „Von deutscher Seite sollten wir uns solidarisch für die Verbesserung der Lebensbedingungen älterer Menschen weltweit einsetzen und in diesen unruhigen Zeiten ein starkes Zeichen für den Schutz der Menschenrechte setzen“.

Auf der Sitzung der zwischenstaatlichen Arbeitsgruppe vom 18. bis 20. Februar 2026 in Genf soll unter anderem geklärt werden, in welcher Form zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure an der Ausarbeitung einer UN-Altenrechtskonvention mitwirken können. Gemeinsam mit dem weltweiten Zusammenschluss von Nichtregierungsorganisationen „Global Alliance for the Rights of Older People“ (GAROP) setzt sich die BAGSO dafür ein, dass ältere Menschen und ihre Interessenvertretungen verbindliche Redezeiten erhalten. Zudem fordert sie, die Beteiligung der Organisationen sicherzustellen, die sich bis 2024 an der Offenen Arbeitsgruppe zu Fragen des Alterns (Open-Ended Working Group on Ageing - OEWG-A) beteiligt haben. Darüber hinaus sollten Staaten ältere Menschen als Mitglieder ihrer Delegationen zu den Verhandlungen über die Konvention entsenden.

Im Rahmen der von GAROP initiierten globalen Aktionswoche „Age With Rights“ lädt die BAGSO Anfang Februar Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft zu einem Austausch ein, um über die Beteiligungsmöglichkeiten an den Diskussionen in Genf zu informieren. Darüber hinaus wird sie sich auch vor Ort in Genf für eine transparente und inklusive Ausgestaltung des Ausarbeitungsprozesses einsetzen.

Die BAGSO engagiert sich seit vielen Jahren gemeinsam mit Hunderten von Nichtregierungsorganisationen für ein rechtlich bindendes, internationales Abkommen, das die Rechte älterer Menschen weltweit stärkt und schützt. Durch eine UN-Altenrechtskonvention werden Staaten weltweit zu konkreten Maßnahmen verpflichtet.

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