Im Alltag mit Bargeld zu bezahlen und Zugang zu Bargeld zu haben wird auch in Deutschland immer schwieriger. Selbstbedienungskassen funktionieren oft nur mit Kartenzahlung, manche Geschäfte und Restaurants lehnen Bargeld ab und Geldautomaten werden weniger. Ein breites Bündnis aus Verbraucherschutz-, Sozial-, Wohlfahrts- und Wirtschaftsverbänden warnt vor Ausschluss – besonders von Kindern, Älteren, Menschen in prekären Lebenslagen und Menschen mit Behinderungen. Das Bündnis fordert in seinem Appell an die Bundesregierung ein Gesetz zum Schutz des Bargelds mit Akzeptanzpflicht sowie kostenfreiem, barrierefreiem Zugang in angemessener Nähe. Die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen ist Mitzeichnerin des Appells.
Die Unterzeichnenden verweisen darauf, dass für viele Menschen Bargeld die einzige mögliche Zahlungsform ist. Das Verbändebündnis unterstreicht zudem die Bedeutung von Bargeld für die gesellschaftliche Teilhabe, das soziale Miteinander, die finanzielle Bildung und den Schutz der Privatsphäre sowie seine Funktion als krisenfestes, verlässliches Zahlungsmittel. Der Appell erinnert an das Vorhaben im Koalitionsvertrag, Bargeld zu erhalten und Verbraucherinnen und Verbrauchern Wahlfreiheit zu ermöglichen.