Zum bundesweiten Hitzeaktionstag am 11. Juni 2026 ruft die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen dazu auf, ältere Menschen besser vor Hitze und extremer Hitze zu schützen. Im Zuge des Klimawandels sind Hitzewellen in Deutschland schon jetzt häufiger geworden. Hitze stellt ein Gesundheitsrisiko für alle dar. Zu den besonders Gefährdeten zählen vor allem ältere und pflegebedürftige Menschen. Die BAGSO fordert, sie in Hitzeaktions- und Katastrophenhilfeplänen besonders zu berücksichtigen, um hitzebedingten Gesundheitsgefahren entgegenzuwirken.
Neben Hitzeschutzplänen für alle Kommunen fordert die BAGSO eigene Hitzeschutzpläne für Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste. Sie unterstützen bei der zielgerichteten Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen im Vorfeld von Hitzeereignissen und während starker Wärmebelastung. Der Qualitätsausschuss Pflege hat dazu 2024 Empfehlungen vorgelegt.
Die BAGSO appelliert an die Politik, auch durch städtebauliche Maßnahmen zum Hitzeschutz beizutragen. Studien zeigen, dass z. B. durch das Anpflanzen von Bäumen und die Schaffung von Wasser- und Grünflächen die Hitzebelastung reduziert und die Anzahl der hitzebedingten Todesfälle gesenkt werden kann. Bestehende Ungerechtigkeiten in der Verteilung von Umweltressourcen und -risiken müssen vorrangig abgebaut werden. Kommunen benötigen bei dieser Aufgabe finanzielle Unterstützung von Bund und Ländern.
Weiterführende Informationen:
BAGSO-Positionspapier „Generationenaufgabe Klimaschutz – für die Welt von morgen (2021)