Altersfreundliche Städte und Gemeinden

BAGSO unterstützt die Initiative der WHO

Die Schaffung von Lebensräumen, in denen Menschen jeden Alters – insbesondere ältere Menschen – ein aktives, gesundes und erfülltes Leben führen können, ist ein zentrales Anliegen der BAGSO. Die Geschäftsstelle Internationale Altenpolitik der BAGSO engagiert sich deswegen seit Jahren für die Verbreitung des Konzepts der altersfreundlichen Städte und Gemeinden (age-friendly cities and communities) der Weltgesundheitsorganisation (WHO), das 2007 veröffentlicht wurde. Im Zentrum stehen Maßnahmen auf lokaler Ebene, die die uneingeschränkte Teilhabe älterer Menschen am Gemeinschaftsleben fördern und ein gesundes und aktives Älterwerden unterstützen.

Die BAGSO-Geschäftsstelle Internationale Altenpolitik informiert über das Konzept der altersfreundlichen Städte und Gemeinden und seine Umsetzung in Deutschland. Sie fördert zudem den grenzübergreifenden Austausch und die Vernetzung interessierter Kommunen. Für Deutschland fordert die BAGSO die Einrichtung einer nationalen Koordinierungsstelle und eines deutschsprachigen Netzwerks altersfreundlicher Städte und Gemeinden. 

Die BAGSO unterstützt den dritten Weltkongress altersfreundlicher Städte und Gemeinden, der im Juni 2026 in Donostia/San Sebastián stattfinden wird. Im Vorfeld lädt sie interessierte Kommunen und andere Stakeholder zu einem Online-Austausch ein. Außerdem beteiligt sich die BAGSO an einer Arbeitsgruppe zu altersfreundlichen Lebensräumen des europäischen Dachverbands AGE Platform Europe, der seit 2015 offizieller Partner des Globalen Netzwerks altersfreundlicher Städte und Gemeinden der WHO ist. Das Netzwerk wurde 2010 gegründet. Mittlerweile gehören ihm über 1.500 Städte und Gemeinden weltweit an. 

Das WHO-Konzept der altersfreundlichen Städte und Gemeinden definiert acht zentrale Handlungsfelder: Wohnen, Verkehr, öffentliche Räume und Gebäude, soziale Teilhabe, Respekt und soziale Einbindung, bürgerliche Teilhabe und Beschäftigung, Kommunikation und Information sowie gemeindenahe Dienstleistungen und Gesundheitsdienste. Ziel ist es, in allen diesen Bereichen Barrieren für das Wohlbefinden und die Teilhabe älterer Menschen abzubauen.