Die Förderung für barrierereduzierende Umbauten im Wohnungsbestand muss verlässlich gesichert werden. Das fordert die BAGSO gemeinsam mit sieben weiteren Verbänden in einem gemeinsamen Schreiben an die Bundesregierung und den Deutschen Bundestag. Anlass ist das vorzeitig ausgeschöpfte Budget des KfW-Programms „Altersgerecht Umbauen – Barrierereduzierung“. Die für 2026 vorgesehenen 50 Millionen Euro waren bereits am 30. Juli vollständig abgerufen. Dies zeigt, dass der Bedarf deutlich über dem bisherigen Fördervolumen liegt. Ziel der gemeinsamen Initiative ist es, mehr Menschen ein selbstbestimmtes Wohnen im vertrauten Umfeld zu ermöglichen.
Die Verbände fordern, das KfW-Förderprogramm kurzfristig wieder aufzunehmen und im Bundeshaushalt 2027 mit ausreichenden Mitteln auszustatten. Darüber hinaus sollte Barrierefreiheit in bestehenden Förderstrukturen der Wohnraum- und Sanierungsförderung berücksichtigt werden, etwa durch ein eigenes Fördermodul. Insbesondere Haushalte mit niedrigem Einkommen und geringen Rücklagen benötigen besondere Unterstützung.
In Deutschland fehlen rund 2,5 Millionen barrierefreie Wohnungen. Gleichzeitig nimmt mit dem Alter der Anteil der Menschen zu, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Barrierearme Wohnungen können dazu beitragen, dass Menschen länger selbstständig in ihrer vertrauten Umgebung leben können und notwendige Umzüge oder einen vorzeitigen Einzug in eine stationäre Pflegeeinrichtung vermieden werden.
Neben der BAGSO haben den Brief die BAG Wohnungsanpassung e. V., der Sozialverband Deutschland (SoVD), der Sozialverband VdK Deutschland e. V., der VDMA Fachverband Aufzüge und Fahrtreppen, der Verband Wohneigentum e. V. und Wohnen im Eigentum – Die Wohneigentümer e. V. unterzeichnet.