Die gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen war am 15. April 2026 Thema eines Fachgesprächs im Bundestagsausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Im Mittelpunkt standen die Ergebnisse des Neunten Altersberichts mit dem Titel „Alt werden in Deutschland – Vielfalt der Potenziale und Ungleichheit der Teilhabechancen“. BAGSO-Vorsitzende Dr. Regina Görner, die als Sachverständige eingeladen war, rief dazu auf, neben den Risiken auch über die Chancen einer alternden Gesellschaft zu sprechen.
„Eine alternsgerechte Gesellschaft ist auch eine menschengerechte Gesellschaft“, sagte Regina Görner in ihrem Auftakt-Statement. „Wir wollen, dass diese Potenziale auch mit in den Blick genommen werden.“ Sie wies auf die Bedeutung der Kommunen hin, denen eine Steuerungsfunktion zukommen sollte. Derzeit fehle es an einer koordinierenden Instanz, die vor Ort existierende Angebote vernetzt und neue Angebote sinnvoll integriert. Sie rief zudem dazu auf, die Potenziale von Prävention und Rehabilitation zu nutzen.
Als weitere Sachverständige nahmen Prof. Dr. Martina Brandt, Vorsitzende der Neunten Altersberichtskommission, und Dr. Alexia Zurkuhlen, Vorständin des KDA, teil. Alle Sachverständigen hoben hervor, wie stark Teilhabe von den sozialen und ökonomischen, gesundheitlichen und regionalen Umständen des Einzelnen abhängt. Prof. Martina Brandt hob die Bedeutung der materiellen Sicherheit im Alter hervor, die sowohl Grundlage für Gesundheit wie auch für gesellschaftliche Teilhabe sei. Dr. Regina Görner appellierte an die Bundestagsabgeordneten, die Erkenntnisse aus dem Neunten Altersbericht im Laufe dieser Legislaturperiode zum Thema zu machen und Maßnahmen einzuleiten.
Zur Aufzeichnung der Sitzung in der Mediathek des Deutschen Bundestages