Digitale Teilhabe, KI-Kompetenzen und Bildung für Ältere stärken

Drei BAGSO-Projekte starten mit neuem Fokus

Pressemitteilung

Ältere Menschen haben ein Recht darauf, gleichberechtigt die Möglichkeiten von Bildung und Digitalisierung zu nutzen. Drei Projekte der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen zu diesen Themen starten 2026 in eine neue Förderphase und setzen in ihrer Arbeit künftig neue Schwerpunkte. Der DigitalPakt Alter stellt Kommunen in den Mittelpunkt seiner Arbeit, das neu gegründete KoKIA – Kompetenznetzwerk KI & Alter setzt sich für alltagsnahe KI-Anwendungen für Ältere ein und die Servicestelle „Bildung und Lernen im Alter“ unterstützt Einrichtungen dabei, eigene Bildungsangebote für Ältere zu gestalten.

DigitalPakt Alter: Stärkung kommunaler Strukturen
In der neuen Förderphase fokussiert sich der DigitalPakt Alter auf die Weiterentwicklung und Vernetzung kommunaler Strukturen, um die digitale Teilhabe Älterer langfristig zu stärken. Kommunen werden beim Aufbau nachhaltiger Initiativen begleitet, um einen besseren Zugang zu Unterstützungsangeboten zu ermöglichen. Der Aufbau von Erfahrungsorten wird künftig auch mit Unterstützung von Unternehmen wie der Commerzbank-Stiftung und dem Fahrtenvermittler Uber umgesetzt.

Kompetenznetzwerk KI & Alter: Akteure vernetzen, Innovationen fördern
Das Kompetenznetzwerk KI & Alter (KoKIA) führt Akteure aus Bildung, Praxis, Forschung, Entwicklung und Wirtschaft systematisch zusammen. Ziel ist es, alltagsnahe KI-Anwendungen sowie Beteiligungsformate zu fördern, die älteren Menschen einen informierten, sicheren und selbstbestimmten Umgang mit KI ermöglichen. Auf der Website www.ki-und-alter.de werden Informationsmaterialien und Handreichungen zu aktuellen Entwicklungen zum Thema Künstliche Intelligenz gebündelt.

Servicestelle „Bildung und Lernen im Alter”: Qualifizierung von Multiplikatoren
Die Servicestelle „Bildung und Lernen im Alter” legt in der neuen Projektphase den Schwerpunkt auf die Schulung und Qualifizierung von Engagierten in der Bildungsarbeit mit älteren Menschen. Haupt- und Ehrenamtliche sollen durch fachliche Workshops, Beratung und Selbstlernangebote dabei unterstützt werden, vielfältige und zielgruppengerechte Bildungsangebote für Ältere zu gestalten. Dabei wird es auch darum gehen, Zugangshürden abzubauen, um sozialer Ungleichheit entgegenzuwirken und die Kompetenzen aller älteren Menschen zu fördern.

Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) fördert alle drei Projekte. Bundesseniorenministerin Karin Prien: „Digitale Technologien können das Leben im Alter spürbar erleichtern und bereichern. Sie fördern Selbstständigkeit, Sicherheit und soziale Nähe – sei es durch digitale Gesundheitsangebote, Online-Banking oder den Kontakt zu Familie und Freunden. Dass immer mehr Menschen über 65 das Internet nutzen, zeigt: Der Wunsch nach digitaler Teilhabe ist da. Doch Teilhabe braucht Wissen, Übung und verständliche Begleitung. Wer informiert mitreden, Informationen einordnen und digitale Räume souverän nutzen möchte, braucht digitale Grundfertigkeiten und Kompetenzen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Es ist unsere politische Verantwortung, Lern- und Beratungsangebote vor Ort auszubauen, damit ältere Menschen den digitalen Wandel sicher und selbstbestimmt mitgestalten können. Mit den neuen Förderschwerpunkten schaffen wir die Grundlage, dass ältere Menschen für sie passende Bildungsangebote finden.“

Die Weiterförderung des DigitalPakt Alter und der Servicestelle „Bildung und Lernen im Alter” ist jeweils auf vier Jahre angelegt und läuft bis 31.12.2029. Das Kompetenznetzwerk KI & Alter wird bis Ende 2026 aufgebaut.

Zu den Internetseiten der Projekte

DigitalPakt Alter

Servicestelle „Bildung und Lernen im Alter"

KoKIA – Kompetenznetzwerk KI & Alter

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