„Lebensqualität im Alter gestalten - Innovative Bildung für neue Rollen der Zivilgesellschaft in einer inklusiven Gesellschaft“

Das im Rahmen des europäischen Programms ERASMUS+ geförderte Mobilitätsprojekt der BAGSO greift die Rolle der Zivilgesellschaft bei der Umsetzung international verankerter Rechte älterer Menschen auf ein würdiges und unabhängiges Leben auf. Eingegangen wird auf neue Bildungsbedarfe von Freiwilligen, die im Kontext präventiver Versorgungskonzepte in einer inklusiven Gesellschaft entstehen.

Im Zentrum stehen Mobilitätsaktivitäten für insgesamt 40 Mitarbeiter eines BAGSO Projektkonsortiums bestehend aus vier Organisationen, die einen Schwerpunkt im Bereich des pflegeorientierten Engagements haben und an der Internationalisierung und Professionalisierung ihrer Bildungsarbeit mit Engagierten für ältere Menschen mit unterschiedlichen Unterstützungsbedürfnissen interessiert sind.

Aufgegriffen werden Fragen der Sorge und Mitverantwortung für ältere Menschen in schwierigen Lebenssituationen, die im Zuge der Empfehlungen des 7. Altenberichts in Deutschland diskutiert werden sowie Gegenstand europäischer Diskurse zum „Active Ageing“ sind.


Hospitationsprogramm in Belgien vom 1.- 2. April 2019 bei der Dienststelle für Selbstbestimmtes Leben

Im Zentrum des zweitägigen Besuchsprogramms der „Dienststelle für Selbstbestimmtes Leben der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens“  stand die multidisziplinäre Vorgehensweise der Dienststelle zur Unterstützung der Selbstbestimmung älterer Menschen. Eine neue Form des Case-Managements dient dabei der Versorgung älterer Menschen „aus einer Hand“: Im Rahmen eines Planungsverfahrens werden die individuellen Bedarfe von Pflege, Mobilität, Wohnumgebung und gesellschaftlicher Teilhabe Ratsuchender umfassend erfasst, bevor individuelle Unterstützungspläne durch die Dienststelle entwickelt und ihre Umsetzung koordiniert wird.

Das Programm in Eupen machte die Interessenten des BAGSO Konsortiums* mit dem  Zukunftsprojekt „Selbstbestimmtes Altern ermöglichen“ des Regionalen Entwicklungskonzepts der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens bekannt. Vorgestellt wurden Rollen und Aufgaben des Ministeriums der DG bei der Entwicklung und Umsetzung des seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes – u.a. zur Vernetzung bestehender Angebote für Senioren in Richtung Quartiertskonzepte,  der Einführung neuer Wohnformen sowie von ortsnahen „Wohnhilfezonen“, die unter aktiver Mitbestimmung der älteren Generation gestaltet werden.

Projektbesuche, wie zum Beispiel bei dem neuen Begegnungszentrum „Mittendrin“ der Josephine-Koch-Stiftung und Begegnungen mit Vertretern der „EICHE VoG“ sowie dem Seniorenbeirat Raeren erlaubten den Austausch mit Partnern der neuen „Dienststelle für Selbstbestimmtes Leben“, die das Ziel der wohnortnahen Seniorenpolitik und der gesellschaftlichen Beteiligung älterer Menschen auf kommunaler Ebene verfolgen.

Im Blick stand daneben die Rolle der Zivilgesellschaft bei der Gestaltung inklusiver Sozialräume und die Erfahrungen der Gemeinden Amel und Kelmis im Kooperationsprojekt „Seniorenfreundliche Gemeinden“ der Euregio Maas-Rhein.

Tagungsort: Seminar- und Eventzentrum Kloster Heidberg Eupen

Tagungsprogramm


Das Schulungsprogramm von LOC-Zeggenschap in zorg 2017

Im Zentrum von zwei dreitägigen Schulungsprogrammen der niederländischen Organisation LOC-Zeggenschap in zorg steht die Vermittlung eines menschenrechtlich orientierten Verständnisses der Rechte der Älteren auf Selbstbestimmung und ein gleichberechtigtes Nebeneinanderstehen unterschiedlicher Lebensentwürfe und Bedürfnisse im Alter.

Die Teilnehmenden werden die LOC „Vision einer werteorientierten Pflege“ sowie innovative Bildungs- und Beratungskonzepte von LOC zur Begleitung älterer Menschen in Pflegesituationen kennenlernen (Methode „Het zorgleefplan“).

Im Rahmen einer intensiven Auseinandersetzung mit niederländischen Konzepten und gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Bürgerbeteiligung* werden zentrale Fragen zur Verbesserung der Chancen älterer Menschen für eine selbstbestimmte Lebensgestaltung und Alltagsbewältigung in schwierigen Lebenslagen diskutiert.

Vorgestellt werden niederländische Bildungs- und Beteiligungskonzepte und –methoden zur Verbesserung der gesundheitlichen, ökonomischen und gesellschaftlichen Integration älterer Menschen, z.B.:

Einer Übersichts-Landkarte der Euroregion Maas-Rhein

Erprobt werden innovative Methoden zur Verbesserung der Kommunikation zwischen „Pflegenden“ und „Gepflegten“ bzw. der Kooperation zwischen freiwillig Engagierten mit professionellen Dienstleistern. z.B.:

  • die Methode „Dialoggespräch“, eine Methode zur Verbesserung von Kooperationen und Kommunikation durch einen offenen Ideenaustausch, der das Hinterfragen der eigenen Ansichten und Perspektiven ermöglicht.
  • das „Spiegelgespräch“, eine Methode zur „Erfahrbarmachung“ der Perspektive des älteren Menschen in einer Versorgungssituation via Feedback.

Das ambitionierte Programm wird Vorträge, Workshops und Projektbesuche in Süd-Limburg vorsehen (zum Beispiel zu einem Pflegebauernhof und ein Treffpunkt für Senioren), und den Teilnehmenden ermöglichen, lokale Organisationen, Projekte und Konzepte von und für Senioren, (z.B. die Platform Allochtone Zorgvragers- unter dem Dach des „Huis voor de Zorg“ ) in Süd-Limburg kennenzulernen.

Programm zur ersten Schulung vom 27. bis 30. September 2017 in Süd-Limburg

Bericht zur ersten Schulung vom 27. bis 30. September 2017 in Süd-Limburg

Programm zur zweiten Schulung vom 12. bis 15. März 2018 in Kerkrade

Bericht zur zweiten Schulung vom 12. bis 15. März 2018 in Kerkrade

 * "Gesetz zur sozialen Unterstützung" 2015 (WMO)


© BAGSO/Dechent
© BAGSO/Dechent
© BAGSO/Dechent

„Europa – mach mit! - Das EU-Bildungsprogramm Erasmus+" auf dem 12. Deutschen Seniorentag

Anlässlich des 12. Deutschen Seniorentages vom 28.-30. Mai 2018 in Dortmund stellen Michael Marquart und Simone Kaufhold aus dem Team „Erwachsenenbildung, Transparenz von Qualifkationen“ der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA -BIBB) zwei zentrale Förderschienen des erfolgreichen Programmes ERASMUS+ in der Erwachsenenbildung vor.

Im Zentrum des Workshops stand ein Überblick zu den  Fördermöglichkeiten für das lebenslange Lernen älterer Menschen und der Austausch mit Akteuren der aktuellen ERASMUS+ Projekte der BAGSO.

Europa – mach mit! - Das EU-Bildungsprogramm Erasmus+

Homepage Deutscher Seniorentag