Nationales Suizidpräventionsprogramm

Das Nationale Suizidpräventionsprogramm (NaSPro) ist ein bundesweites Fachnetzwerk für Austausch und Wissensvermittlung zu Suizid, Suizidalität und Suizidprävention. In dem Netzwerk arbeiten Fachleute der Suizidprävention und aus vielen gesellschaftlichen Bereichen zusammen, die von mehr als 90 Institutionen, Organisationen und Verbänden unterstützt werden. Gemeinsames Ziel ist die gesamtgesellschaftliche Stärkung der Suizidprävention. Die BAGSO ist seit vielen Jahren Unterstützer des NaSPro und bringt die Perspektive älterer Menschen in das Netzwerk ein. 

Suizidalität im Alter 

Das Risiko für einen Suizid ist unter älteren Menschen besonders hoch. In den vergangenen Jahren haben sich deutschlandweit rund 10.000 Menschen jährlich das Leben genommen. Weitaus höher liegt die Zahl der Suizidversuche. Die deutliche Mehrheit der Suizide (74%) entfällt auf die Altersgruppe der über 50-Jährigen. Der Anteil älterer Männer an Suiziden ist am höchsten, jedoch ist in den letzten Jahren auch ein deutlicher Anstieg an Suiziden von älteren Frauen zu beobachten. In welchem Umfang assistierte Suizide eine Rolle spielen, kann aufgrund fehlender Dokumentation nicht festgestellt werden.

Gemeinsame Forderungen

Zusammen mit dem NaSPro setzt sich die BAGSO u.a. für eine gesetzliche Verankerung der Suizidprävention ein. Bestehende Angebote und Strukturen müssen zudem auskömmlich finanziert werden. Die im Jahr 2024 von der Bundesregierung entwickelte Nationale Suizidpräventionsstrategie war ein erster wichtiger Meilenstein. 

Das NaSPro wurde 2001 in Kooperation mit dem Bundesministerium für Gesundheit und dem Regionalbüro Europa der Weltgesundheitsorganisation gegründet.

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