Vielfältige Online-Shops
Es gibt im Internet Online-Shops von Herstellerunternehmen und von Händlern (z B. Media-Markt, Kaufhof, Amazon). Darüber hinaus finden Sie Plattformen, die wie ein virtueller Marktplatz aufgebaut sind (z.B. E-Bay, DaWanda). Sie können auch Nahrungsmittel einkaufen (z.B. REWE, Edeka) und Essen bestellen (z.B. Lieferando oder örtlicher Anbieter). Im Internet gibt es zudem eine Vielzahl spezifischer Angebote, z.B. für das Kaufen oder Inserieren gebrauchter Waren im regionalen und überregionalen Bereich. Auch verfügen mittlerweile unzählige kleinere Unternehmen über Online-Shops und bieten dort ihre Produkte an.

Seriöse Online-Shops
Neben der professionellen Gestaltung der Seite sollten Sie auf folgende Dinge achten:

  • Impressum und Kontaktadresse – Jeder seriöse Online-Verkäufer veröffentlicht eine Kontaktadresse und ein ausführliches Impressum auf seiner Webseite mit Telefonnummer oder anderer Kontaktmöglichkeit.
  • Volle Kostenkontrolle – Gewerbliche Händler sind verpflichtet, in ihren Angeboten neben der Produkt- oder Leistungsbeschreibung vor dem Kauf auch über den vollen Preis zu informieren: Dazu gehören neben dem Produktpreis auch Versand- und Verpackungskosten sowie alle Steuern, Gebühren und Zusatzleistungen.
  • Bestätigung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) - Um den Bestellvorgang abzuschließen, weist Sie ein seriöser Online-Händler auf seine AGB hin, deren Kenntnis Sie per Klick bestätigen müssen.

Gütesiegel
Vertrauenswürdige Online-Shops sind oft mit einem Qualitätssiegel gekennzeichnet.
Die wichtigsten Siegel sind:

  • Trusted Shops – Das Europäische Gütesiegel ist eine Kombination aus Geld-zurück-Garantie und Händlerbewertungs-System.
  • TÜV Süd Safer Shopping – Mit dem deutschen Gütesiegel ausgezeichnete Shops werden sowohl im Internet als auch vor Ort überprüft.
  • Internet Privacy Standards – Dieses deutsche Gütesiegel achtet insbesondere auf den Datenschutz und die Informationssicherheit bei IT-Systemen, Produkten, Verfahren und Prozessen der geprüften Shops.
  • EHI geprüfter Online-Shop – Shops werden geprüft in den Kategorien Testbestellungen, telefonische Erreichbarkeit und Einhaltung gesetzlicher Informationspflichten.

Einfache Sicherheitsmaßnahmen
Prüfen Sie folgende wesentliche Aspekte vor dem Kauf in einem Online-Shop:

  • Hat der Anbieter eine Kontaktadresse und ein ausführliches Impressum?
  • Ist der Online-Shop unter anderem an einem Qualitätssiegel zu erkennen?
  • Wie hoch sind die Gesamtkosten wirklich?
  • Welche Verpflichtungen gehe ich laut der Allgemeinen Geschäftsbedingungen ein?
  • Welche Widerrufs- oder Rückgaberechte habe ich nach dem Kauf?

Bezahlsysteme

Sicher

  • Die sicherste Art ist der Kauf auf Rechnung. Hierbei bezahlen Käufer erst, wenn Sie das Gekaufte auch erhalten haben. Nicht alle Online-Shops bieten – insbesondere Neukunden – den Kauf auf Rechnung an.
  • Beim Lastschrift-Verfahren geben die Käufer ihre Bankdaten beim Kauf auf der Webseite des Händlers ein. Der Händler bucht die Kaufsumme vom Konto ab. Sollte die Ware nicht geliefert werden, kann die Summe innerhalb von acht Wochen wieder zurückgebucht werden.
  • Kreditkartenzahlungen sind sehr sicher. Auch hier werden die Daten der Karte in ein Formular auf der Webseite des Händlers eingegeben.
  • Treuhand-Services, wie z. B. PayPal oder paydirekt, sind sicher, da sie das Geld des Käufers zurückerstatten, sollte die gelieferte Ware nicht dem Angebot entsprechen. Hier müssen Verbraucher sich aber ein Benutzer-Konto einrichten.

Unsicher

  • Unter keinen Umständen sollten Käufe per Bargeld-Transfer beglichen werden. Dabei wird bezahlt, bevor die Ware verschickt wird. Möglichkeiten zur Rückbuchung der Transaktionen gibt es in der Regel nicht.
  • Vorkasse per Überweisung oder Abbuchung ist bei einigen Shops üblich. Diese Zahlungsart sollte nur bei etablierten und bekannten Händlern gewählt werden.

Regeln für sicheres Bezahlen im Internet

  • Teilen Sie niemandem Ihre Passwörter oder sensible Daten wie PINs und TANs mit und speichern Sie diese nirgendwo ab. Klicken Sie auf keine Links in E-Mails, bei denen die Eingabe sensibler Daten gefordert wird.
  • Stellen Sie immer vor Eingabe Ihrer Daten sicher, dass Sie auf einer sicheren Bank-Website sind. Achten Sie dazu auf das Kürzel https:// in der Adresszeile und ein Schlosssymbol in der Fußleiste oder der Adresszeile. Geben Sie die Internetadresse Ihrer Bank immer von Hand in die Adresszeile Ihres Browsers ein.
  • Legen Sie bei Ihrer Bank ein Zahlungslimit fest, sodass nicht unbemerkt hohe Summen abgebucht werden können.
  • Tätigen Sie Online-Einkäufe nur vom eigenen Rechner aus. Im Internet-Café ist die Gefahr größer, dass Angreifer die Daten stehlen.
  • Prüfen Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge. Fallen Ihnen nicht erklärbare Zahlungen auf, wenden Sie sich umgehend an Ihre Bank und lassen Sie die Beträge zurückbuchen.

Nebenkosten und Rückgaberechte
Ihre gewählte Zahlungsart hat oft auch Einfluss auf den Endpreis. Sind Sie mit dem Anbieter vertraut, können Sie in der Regel die kostengünstigste Variante (Lastschrift, Sofort-Überweisung etc.) wählen. Auch die Art der Zustellung (Express, Standard) ist mit unterschiedlichen Kosten verbunden. Beim Internet-Kauf kann es hin und wieder auch zu Fehlkäufen kommen. Im Online-Handel bestellte Waren können im Regelfall innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Ware wieder zurückgegeben werden. Über die genauen Details der Rückgabe- und auch Widerrufsrechte müssen Online-Shops informieren. Sie sind oft Bestandteil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Regeln für Retouren

  • Rücksendeporto: Händler haben das Recht, dem Kunden die Kosten für die Rücksendung zu berechnen. Ist die Lieferung mangelhaft, müssen Besteller nicht fürs Rückporto aufkommen.
  • Widerruf: Händler sind verpflichtet, ein Widerrufsmuster bereitzustellen, entweder per E-Mail, im Internet oder anbei im Warenpaket. Der Widerruf muss binnen 14 Tagen erfolgen. Innerhalb von 14 Tagen muss der Kaufpreis erstattet werden.
  • Widerrufsbelehrung: Händler müssen in ihren Shops die geltenden Widerrufsbelehrungen veröffentlichen. Tun sie das nicht oder ist die Formulierung nicht korrekt, haben Kunden maximal zwölf Monate plus 14 Tage lang Zeit, die Bestellung rückgängig zu machen.

Weiterführende Informationen und Quellen:

 

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