AGE Platform Europe: Jahresversammlung und Konferenz 2019

© AGE Platform Europe
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jahresversammlung Age Plaform Europe stehen auf einer Treppe für ein Gruppenfoto zusammen.

Am 12. Juni fand die Jahresversammlung der AGE Platform Europe in Brüssel statt, einer europäischen Netzwerkorganisation, der auch die BAGSO angehört. AGE Platform Europe hat zum Ziel, Vertreterinnen und Vertreter im Europäischen Parlament und im Europäischen Rat zu sensibilisieren. Sie sollen besser über Themen rund um das Altern Bescheid wissen. AGE Platform stärkt außerdem die Fähigkeiten der Mitglieder, damit diese die EU-Politik und nationale Politik besser beeinflussen können.

BAGSO-Vorstandsmitglied und stellvertretende Präsidentin der AGE Platform, Dr. Heidrun Mollenkopf, rundete die Veranstaltung mit folgenden Worten ab: „Der Europäischen Union haben wir vieles zu verdanken – unter anderem das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Für soziale Sicherung und lebenslanges Lernen sind allerdings die einzelnen Mitgliedsstaaten zuständig. Das heißt: da sind wir direkt gefragt, um etwas zu verändern.“ Mehr Informationen zur Jahresversammlung und der anschließenden Konferenz zum Thema „Gleichbehandlung und Teilhabe im Alter: welche Rolle spielen soziale Sicherung und Bildung?“, die einen großen Fokus auf die kommende EU Strategie setzten, stellt die Geschäftsstelle Internationale Altenpolitik zur Verfügung.

Zusammenfassender Bericht über die Jahresversammlung 2019 der AGE Platform Europe


Zukunftssicherung und globale Gerechtigkeit

© Bundesregierung/Lene Münch
Gruppenfoto der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Forum Nachhaltigkeit

Am 13. Juni 2019 nahm die BAGSO am Forum Nachhaltigkeit des Bundeskanzleramts teil. Auf Einladung des Bundeskanzleramts diskutierten rund 150 Vertreterinnen und Vertreter der Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft über die deutsche Nachhaltigkeitspolitik. Es ging um die globale Agenda 2030, die aus 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung besteht.

Die Interessen Älterer wurden durch Michael Griffig, Stellvertretender Vorsitzender und Schatzmeister der BAGSO, vertreten. Herr Griffig stellte heraus, wie die globalen Nachhaltigkeitsziele mit der Forderung nach Bildung und Gesundheit, dem Schutz der Ökosysteme, nachhaltiger Stadtentwicklung, der Bekämpfung von Hunger und Armut oder nachhaltigem Konsum alle Bereiche des Lebens berühren und konkret das Leben älterer Menschen jetzt und in Zukunft betreffen werden. Daher sei wichtig, die Vertreter anderer Organisationen zu sensibilisieren, auch darüber, dass die Herausforderungen, die im Zuge der Bevölkerungsalterung entstehen, bei der Umsetzung der Ziele in Betracht gezogen werden müssen. Außerdem haben ältere Menschen eine wichtige Vorbildrolle im Bereich des nachhaltigen Handelns, u.a. auch durch ihr hohes freiwilliges Engagement.

Weiterführende Infos


Vereinte Nationen: 10. Sitzung der Offenen Arbeitsgruppe zu Fragen des Alterns

Dr. Heidrun Mollenkopf auf der 10. Sitzung der Offenen Arbeitsgruppe der UN zu Fragen des Alterns

Die BAGSO, vertreten durch das Vorstandsmitglied Frau Dr. Heidrun Mollenkopf, nahm an der 10. Sitzung der Offenen Arbeitsgruppe zu Fragen des Alterns der Vereinten Nationen vom 15.-18.04.2019 in New York teil. Neben den offiziellen Sitzungen gab es mehrere Begleitveranstaltungen, u.a. eine Veranstaltung des BAGSO-Mitglieds, HelpAge Deutschland e.V., welche in Kooperation mit der BAGSO mit Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt wurde. Außerdem hat Frau Dr. Mollenkopf an der Podiumsdiskussion einer Veranstaltung der Globalen Allianz für die Rechte Älterer (GAROP), welcher die BAGSO seit 2018 angehört, teilgenommen.

Die 10. Sitzung hat sich mit zwei großen Themenblöcken beschäftigt: 1.) Bildung, Ausbildung, lebenslanges Lernen und Kapazitätsaufbau und 2.) Sozialer Schutz und soziale Sicherung. Vertreter der Regierungen, internationaler Organisationen und der Zivilgesellschaft diskutierten erneut über die weltweit mangelhafte Sicherung der Menschenrechte Älterer und über eine mögliche UN-Konvention zum Schutz der Rechte älterer Menschen. Deutschland war, neben der BAGSO, vertreten durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, das Deutsche Institut für Menschenrechte sowie HelpAge Deutschland e.V..

Ausführlicher Bericht von Dr. Heidrun Mollenkopf, Vertreterin der BAGSO (pdf)


Antworten der BAGSO auf die Fragen der Offenen Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen zu den Themen:


BAGSO Stellungnahmen zu den Themen der 10. Sitzung:


Redebeitrag von Dr. Heidrun Mollenkopf, Vertreterin der BAGSO (englisch/Video)


Informationen zur Begleitveranstaltung von HelpAge Deutschland e.V. in Kooperation mit der BAGSO (pdf/Englisch)

Informationen zur Begleitveranstaltung von GAROP

Die Antworten der Mitgliedsstaaten, Nichtregierungsorganisationen und anderer Organisationen sowie deren Statements können abgerufen werden unter:

Pressemitteilung von AGE Platform Europe (englisch)


Vereinte Nationen: BAGSO bei der 9. Sitzung der Offenen Arbeitsgruppe zu Fragen des Alterns

Frau Dr. Mollenkopf als BAGSO-Vertreterin bei den Vereinten Nationen.

Auf Ebene der Vereinten Nationen fand vom 23.-26.07.2018 in New York die 9. Sitzung der Offenen Arbeitsgruppe zu Fragen des Alterns statt, an der auch die BAGSO teilnahm. Es gab erneut Fortschritte bei der Bereitschaft, die Bestandteile einer möglichen Konvention zum Schutz der Rechte Älterer zu diskutieren. Schwerpunktthemen der diesjährigen Sitzung waren Langzeit- und Palliativpflege sowie Autonomie und selbstbestimmtes Leben. Deutschland war vertreten durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das Bundesministerium für Gesundheit, das Deutsche Institut für Menschenrechte sowie die BAGSO.

Ausführlicher Bericht von Dr. Heidrun Mollenkopf, Vertreterin der BAGSO (pdf)

Antworten der BAGSO auf die Fragen der Offenen Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen zu den Themen:

„Das Recht älterer Menschen auf Autonomie und Selbstbestimmung“ - Redebeitrag Professor Dr. Matthias von Schwanenflügel, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (pdf-deutsch)

„Das Recht älterer Menschen auf Autonomie und Selbstbestimmung“ - Redebeitrag Professor Dr. Matthias von Schwanenflügel, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (pdf-englisch)


UNECE-Arbeitsgruppe zu Fragen des Alterns

Logo der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen, englisch United Nations Economic Commission for Europe, abgekürzt UNECE

Am 23.-24. November fand in Genf die 10. Sitzung der 2008 gegründeten Arbeitsgruppe zu Fragen des Alterns der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (United Nations Economic Commission for Europe, UNECE) statt. Von den insgesamt 56 Mitgliedsstaaten nahmen 28 teil.
Als Vertreterin der Zivilgesellschaft für die Jahre 2020-2021 wurde Frau Dr. Heidrun Mollenkopf in das internationale Gremium gewählt. Sie ist Mitglied des BAGSO-Vorstandes und Mitglied im Vorstand der AGE Platform Europe. Sie wird folgen auf Frau Gertraud Dayé, die von 2018-2019 die Interessen der Zivilgesellschaft vertreten wird. Beide werden von Beginn an eng zusammenarbeiten.
Die Arbeitsgruppe wird die Umsetzung des Zweiten UN-Weltaltenplans und die Debatte um eine Menschenrechtskonvention für Ältere weiter begleiten. Zukünftiger Schwerpunkt wird aber auch die Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung sein.
Angestrebt wird zudem, dass die Arbeitsgruppe als ein ständiger fachspezifischer Ausschuss der UNECE definiert wird.

Protokoll der UNECE-Working Group on Ageing (englisch) (pdf)


UNECE-Ministerkonferenz in Lissabon

Gruppenfoto der UNECE Beteiligten

Vom 20.-22.09.2017 tauschten sich die Länder der United Nations Economic Commission for Europe (UNECE) zum Stand der Umsetzung des Zweiten Weltaltenplans der Vereinten Nationen aus. Sie verabschiedeten eine Ministererklärung, die die Leitlinien für die kommenden fünf Jahre formuliert: 1. Die Potenziale des längeren Lebens erkennen, 2. Längeres Arbeitsleben und Arbeitsfähigkeit fördern und 3. Altern in Würde sicherstellen.

Seit der Verabschiedung des Zweiten Weltaltenplans und der Regionalen Implementierungsstrategie 2002 überprüfen die 56 UNECE-Staaten alle fünf Jahre die Fortschritte in der Umsetzung ihrer Selbstverpflichtungen und ziehen Bilanz.

Frau Dr. Mollenkopf, Mitglied des BAGSO-Vorstands bei der UNECE-Konferenz

In dem vorgeschalteten Forum für zivilgesellschaftliche Organisationen und im Forum für Wissenschaft und Forschung wurden ebenfalls Erklärungen verabschiedet und bei der Ministerkonferenz vorgetragen.

 

 

Eine Auswahl an Präsentationen, Poster und Redebeiträgen stehen auf der Konferenz-Website als Download zur Verfügung.


8. Sitzung der Open Ended Working Group zum Thema Altern bei der UN

Nachdem es bei den vergangenen Sitzungen der Offenen Arbeitsgruppe zum Altern darum gegangen war, ob eine UN-Konvention für die Rechte älterer Menschen - ähnlich der Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen - notwendig ist und die Diskussionen immer zu einem Patt zwischen befürwortenden und ablehnenden Ländern geführt hatte, ging es bei der 8. Sitzung der Arbeitsgruppe vom 5. bis 7. Juli um konkrete Probleme: die Frage der Benachteiligung Älterer - beispielsweise im Arbeitsleben oder bei Dienstleistungen-, und das Problem von Vernachlässigung, Missbrauch oder Gewalt, wie sie beispielsweise im Rahmen von Langzeitpflege geschehen können.

Die Themen wurden in intensiven Diskussionen sowohl aus Sicht der Länder wie aus der Perspektive von Menschenrechtsinstitutionen und Nicht-Regierungsorganisationen behandelt. Übereinstimmend wurde festgestellt,  dass es sich um weltweite Phänomene handelt und dass dringender Handlungsbedarf besteht, damit ältere Menschen ihr Recht auf Gleichbehandlung und ein Leben frei von Gewalt verwirklichen können. Wie dies am besten erreicht werden kann, ist allerdings nach wie vor offen.

Ausführlicher Bericht von Dr. Heidrun Mollenkopf, Vertreterin der BAGSO