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NRW-Ministerin Barbara Steffens am Rednerpult
© BAGSO/Claushallmann - Plenum der Tagung
Das Plenum der Tagung
© BAGSO/Claushallmann - Ministerin Barbara Steffens mit Prof. Dr. Ursula Lehr
Ministerin Barbara Steffens mit Prof. Dr. Ursula Lehr im Plenum
© BAGSO/Claushallmann - BAGSO-Vorsitzender Franz Münterfering und NRW-Ministerin Barbara Steffens
Franz Müntefering und NRW-Ministerin Barbara Steffens vor dem BAGSO-Roll Up

NRW-Ministerin Barbara Steffens: „Es ist eine Frage der Haltung!“

Zum Abschluss der Fachtagung „Wie wollen wir morgen leben und was können wir dafür tun?“ forderte die Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen am 15. November 2016 einen Aufbruch der Gesellschaft. Es sei eine Frage der Haltung, wie wir mit all denen umgehen, auf die unsere „Leistungsgesellschaft“ nicht eingestellt sei. Dies zeige sich ganz besonders im Umgang mit Menschen mit Demenz. „Da haben wir unsere Hausaufgaben noch nicht gemacht“, so die Ministerin.

Steffens forderte die Rückkehr zu einer solidarischen Gesellschaft, in der jungen Menschen nicht das Bild vermittelt werde, dass Sozialabgaben eine „Last“ seien.

Prävention sei mehr als Bewegung oder Gedächtnistraining. Am wichtigsten sei, dass man auch im Alter sinnstiftend weitermachen, etwas zusammen mit anderen Menschen gestalten könne. „Von der Überholspur auf den Randstreifen“, wie es vor allem vielen Männern mit dem Eintritt in die Rente ergehe, sei der falsche Weg.

Ausführlich stellte sie ihre Vision von lebendigen Quartieren dar und berichtete von guten Beispiele aus ihrem Bundesland. Wichtig sei, einen Ort zu schaffen, wo die Menschen hingehen und sich begegnen, und eine Person zu haben, die sich kümmert. „Aber nicht top down, sondern gemeinsam mit den Menschen“, so Steffens. Letztlich gehe es darum, die Menschen so zu unterstützen, dass Dinge wachsen können. Dieser Grundsatz liege auch dem von ihrem Ministerium geförderten Programm „Altengerechte Quartiere NRW“ .

Die Kommunen stünden hier in einer besonderen Verantwortung. Die Ministerin forderte aber auch die Verbände und Initiativen dazu auf, sich dafür zu engagieren, damit Stadtteile und Dörfer wieder „lebbar und erfahrbar“ würden. Es gehe um Begegnung und es gehe um Begeisterung – eine Begeisterung, die die Ministerin mit ihrem engagierten Auftritt vorlebte.