Demografische Veränderungen
Die Weltbevölkerung altert
Die
Verschiebungen der Altersanteile in der Bevölkerung führen auf allen
Kontinenten zu neuen Herausforderungen. Die Gegenüberstellung der Jahre
1999 und 2050 veranschaulicht in der Abbildung den deutlichen Anstieg des
Anteils älterer Menschen. Nach Prognosen der Vereinten Nationen wächst
bereits bis zum Jahre 2050 der Anteil älterer Menschen ab 60 Jahren weltweit
von derzeit 10 auf 22 Prozent. Die damit verbundenen Aufgabenfelder für
Politik und Gesellschaft erfordern eine verstärkte internationale Zusammenarbeit.
Besondere Aufmerksamkeit gilt es hierbei den Entwicklungsländern zu schenken,
in denen bis 2030 ungefähr drei Viertel aller älteren Menschen leben
werden. Der demografische Wandel vollzieht sich zudem in der sogenannten dritten
Welt nach vorliegenden Schätzungen ungefähr vier mal so schnell
wie beispielsweise in Westeuropa.
Augenblicklich steht Europa mit der höchsten Lebenserwartung noch an
der Spitze der Altersstatistiken. In der Zeit von 1960 bis 1995 ist in der
Europäischen Union die durchschnittliche Lebenserwartung bei Männern
um acht und bei Frauen um sieben Jahre gestiegen. War 1995 noch fast ein Fünftel
der Bevölkerung über 60 Jahre, gehört bis zum Jahr 2020 voraussichtlich
jeder Vierte zu dieser Gruppe. Besonders auffällig ist der Anstieg Hochaltriger
um zirka 40 Prozent. Gleichzeitig geht der Anteil jüngerer Altersgruppen
deutlich zurück. Allein die Altersgruppe zwischen 15 und 26 Jahren sinkt
um zirka 13 Millionen, das entspricht einem Rückgang von 16 Prozent.
Die Weltbevölkerung altert demnach in einzelnen Regionen mit unterschiedlichen
Zeitperspektiven und mit unterschiedlicher Intensität.