Es
ist ein entscheidender Fortschritt, dass immer mehr Menschen ein höheres
Alter erreichen und diese Jahre vielfach gesund und aktiv gestalten
können. Mit den Veränderungen des Altersaufbaus in der Bevölkerung
stellen sich aber jetzt und in Zukunft neue gesellschaftspolitische
Aufgaben. Ohne den Anspruch auf Vollständigkeit verdeutlichen
die in der Abbildung aufgeführten Beispiele die Vielfältigkeit
dieser Aufgaben. Politik und Gesellschaft sind aufgerufen, sich gemeinsam
diesen neuen Anforderungen zu stellen.
Obwohl wissenschaftliche Schätzungen bereits vor mehreren Jahrzehnten
den demografischen Wandel richtig vorhergesehen haben, sind vielfach
die Konsequenzen daraus bis heute nicht gezogen worden. Voraussetzung
für eine effiziente Evaluation ist die Erarbeitung klarer Arbeitsziele
und Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Der demografische
Wandel macht eine Neubestimmung des Verhältnisses der Generationen
erforderlich. Hierzu haben zuletzt das von der UNO 1999 ausgerufene
Internationale Jahr der Senioren sowie die Überarbeitung des
Weltaltenplans in Madrid 2002 einen wichtigen Impuls geleistet. Es
hat zu einem deutlich wachsenden Bewusstsein darüber geführt,
dass nur eine Gesellschaft für alle Lebensalter in der Lage ist,
die gemeinsame Zukunft zu bewältigen.
Gesellschaftspolitische Beteiligung kennt keine Altersgrenzen. Senioren
sind in vielerlei Hinsicht aktiv und beweisen damit, dass das Alter
keine Barriere darstellt, um neue Erfahrungen zu machen, unsere Gemeinschaft
zu bereichern und das Leben zu genießen.