"BAGSO empfiehlt - impfen lassen"



Mit dem nasskalten Wetter beginnt jedes Jahr auf´s Neue die Impfsaison. Und jedes Jahr stellen Sie sich die gleiche Frage: Soll ich mich wirklich gegen Grippe impfen lassen? Benötige ich vielleicht weitere / andere Auffrischungsimpfungen?

Mit unserer Kampagne "BAGSO empfiehlt - impfen lassen" möchten wir Sie über die verschiedenen Impfungen informieren und auf die Notwendigkeit der persönlichen Vorsorge hinweisen. Leider werden Impfungen in Deutschland oftmals als unnötig oder überflüssig betrachtet. Doch der kleine Pieks hat große Wirkung. Denn gerade im Alter ist eine Impfung eine wirksame Vorsorgemaßnahme.

BAGSO-Broschüre

BAGSO-Flyer

 

 

Aktuell:

Der kurze Hörbeitrag (4 Min.) über die Gesundheitsvorsorge für Seniorinnen und Senioren wurde auf der Messe "Seniora" in Hannover im September 2008 erstellt. In diesem Beitrag erzählen Menschen über 60 Jahre, was Sie dafür tun, um gesund und aktiv zu bleiben. Außerdem werden Sie hören, wie Sie gefährlichen Grippe- und Pneumokokken-Erkrankungen vorbeugen können.

Wenn Sie Ihr Rechner über ein Windows-Betriebssystem (XP, Vista), Soundkarte (Audiokarte) und Lautsprecher verfügt, können Sie diesen Beitrag problemlos herunterladen und anhören.

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Kennen Sie Ihr Risiko für Grippe- und Pneumokokken-Erkrankungen? Machen Sie jetzt den Selbsttest.


Ihre Ansprechpartnerin:

Katharina Braun, BAGSO Service Gesellschaft, Tel.: 0228 / 55 52 55 - 55, braun@bagso-service.de

 

 

Prävention durch Impfungen



Das menschliche Immunsystem

Jeden Tag kommt der menschliche Organismus mit einer Vielzahl von Viren und Bakterien in Kontakt. Gegen diese Erreger setzt sich das menschliche Immunsystem meist erfolgreich zur Wehr. Bei älteren Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen ist die körpereigene Abwehr jedoch häufig geschwächt. Die Folge: Eindringende Erreger haben oft leichtes Spiel. Eine Impfung hilft, um Erkrankungen und deren Folgen wirksam vorzubeugen. Sie bietet dabei nicht nur Schutz und damit verbesserte Lebensqualität für den Einzelnen. Auch andere Personen, die nicht geimpft sind oder sich nicht impfen lassen können, profitieren indirekt davon, wenn ihre Mitmenschen geimpft sind.

 

Was geschieht bei einer Impfung?

Durch die Impfung wird das Immunsystem angeregt, Antikörper und sogenannte Gedächtniszellen zu bilden. Bei Kontakt mit den entsprechenden Erregern werden diese Gedächtniszellen aktiviert und Antikörper hergestellt. So ist eine schnelle und effektive Abwehr möglich, ohne dass es zu einer Erkrankung kommt. Impfungen sind im Allgemeinen sehr gut verträglich. Trotzdem können sie zu Rötungen oder Schwellungen an der Einstichstelle, leichtem Fieber, oder zu allgemeinem Unwohlsein führen. Diese Symptome sind jedoch vorübergehend und klingen meist schnell und folgenlos wieder ab. Sie sind kein Grund zur Beunruhigung, sondern zeigen, dass das Immunsystem aktiviert ist.

 

Wie lange wirkt eine Impfung?

Die Schutzdauer von Impfungen ist unterschiedlich. Bei der Grippe-Impfung wird eine jährliche Wiederholung empfohlen. Andere Impfungen, wie z. B. gegen Tetanus und Diphtherie, werden alle 10 Jahre aufgefrischt.

 

Impfungen für über 60-Jährige

Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut in Berlin empfiehlt Menschen über 60 Jahre, sich gegen folgende Erkrankungen impfen zu lassen:

 

Erkrankung

Impfschema

Pneumokokken-Erkrankung

Alle 5 Jahre*

Grippe

Jährlich

Diphtherie und Tetanus

Alle 10 Jahre, bei Verletzung schon nach Ablauf von 5 Jahren

Keuchhusten (Pertussis)

Für alle Erwachsenen als einmalige Auffrischimpfung mit einem Kombinationsimpfstoff

Kinderlähmung (Polio)

- Für alle Personen ohne einmalige Auffrischimpfung

- Für alle Personen bei fehlender/unvollständiger Grundimmunisierung

*Wiederholungsimpfung bei Menschen mit hohem Risiko schwerer Pneumokokken-Erkrankungen

 

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Wichtiges zum Thema Pneumokokken-Erkrankungen



 

Was sind Penumokokken?

Pneumokokken sind weltweit verbreitete Bakterien. Bei jedem zweiten Menschen besiedeln sie den Nasen-Rachen-Raum, meist ohne eine Erkrankung zu verursachen. Die Übertragung der Bakterien erfolgt über eine sogenannte Tröpfcheninfektion. Beim Husten oder Niesen, selbst im Gespräch, können sie übertragen werden.

 

Warum sind Pneumokokken gefährlich?

Pneumokokken können schwere Erkrankungen wie z. B. lebensgefährliche Lungenentzündungen verursachen, an denen allein in Deutschland jährlich etwa 12.000 Menschen sterben. 80 bis 90 Prozent der Todesfälle betreffen Personen über 60 Jahre. Pneumokokken-Erkrankungen verlaufen oft rasant: Jeder zweite Todesfall ereignet sich innerhalb von 48 Stunden. Die Behandlung der Erkrankung mit Antibiotika wird durch die zunehmende Resistenz der Erreger erschwert.

 

Die Bedeutung der Pneumokokken-Impfung

Bei den meisten Menschen hält das Immunsystem die Erreger in Schach. Mit zunehmendem Alter lassen jedoch die Abwehrkräfte des Körpers nach und Pneumokokken können sich leichter im Organismus ausbreiten und zu schweren Erkrankungen führen. Menschen über 60 Jahre und Personen mit chronischen Krankheiten, wie zum Beispiel Diabetes, COPD oder Herzerkrankungen, sind besonders gefährdet. Für sie empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin die Pneumokokken-Impfung.

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten der Impfung für die genannten Personengruppen. Eine Praxisgebühr fällt nicht an.

 

Die Impfung im Überblick

  • Wirkungseintritt: 3 Wochen nach der Impfung
  • Schutzdauer: 5 Jahre
  • Mögliche Nebenwirkungen: allgemeines Unwohlsein, Rötungen oder Schwellungen an der Einstichstelle, leichtes Fieber. Diese Symptome klingen jedoch rasch und folgenlos wieder ab.
  • Die Pneumokokken-Impfung kann lebensbedrohlichen Lungenentzündungen vorbeugen. Wird sie zeitgleich mit der Grippe-Impfung verabreicht, verstärken sich die Impfungen in ihrer Wirkung.

 

Steckbrief Pneumokokken-Erkrankung

Erreger: Pneumokokken-Bakterien

Übertragungsweg: Tröpfcheninfektion.

Krankheitsbild: Fieber, Husten, Lungenentzündung, Mittelohr- und Nasennebenhöhlenentzündung, Hirnhautentzündung. Komplikationen: Blutvergiftung, eitrige Hirnhautentzündung.

Impfung: Einzelimpfstoffe. Empfohlen wird die generelle Impfung gegen Pneumokokken für Säuglinge und Kleinkinder bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr und für Erwachsene ab 60 Jahren.

 

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Wichtiges zum Thema Influenza (Grippe)



 

Was ist eine Grippe?

Grippe, oder Influenza, ist eine ansteckende Erkrankung des gesamten Atemtrakts. Die Grippe-Viren werden wie die Pneumokokken-Bakterien beim Niesen, Husten oder Sprechen durch feine Tröpfchen übertragen. In den Monaten Dezember bis April haben die Erreger Hochsaison.

 

Warum ist Grippe gefährlich?

  • Eine Grippe-Erkrankung kann tödlich verlaufen: Jährlich sterben in Deutschland etwa 10.000 Menschen an den Folgen einer Grippe.
  • In einer durchschnittlichen Saison verursachen Grippe-Erreger 2 bis 5 Millionen zusätzliche Arztbesuche.
  • Grippe-Viren können schwere Lungenentzündungen verursachen.
  • Grippe führt zur Schwächung des Immunsystems und erleichtert somit weiteren Krankheitserregern – insbesondere Pneumokokken, aber auch anderen Bakterien – das Eindringen in den Körper. Weitere Infektionskrankheiten können die Folge sein.
  • Das Grippe-Virus verändert sich ständig. Für das menschliche Immunsystem ist es dadurch schwerer, die Viren zu erkennen und abzuwehren.
  • Grippe sollte nicht mit einer normalen Erkältung verwechselt werden. Die nachfolgende Tabelle zeigt die wesentlichen Unterschiede zwischen beiden Erkrankungen.

Symptome

Grippe

Grippaler Infekt

Erkrankung kommt

schnell

XX

X

Plötzlich auftretendes hohes Fieber (> 38° C)

XXX

X

Allgemeines Krankheitsgefühl

XXX

X

Beeinträchtigung der Atemwege

X

XX

Muskel- und Gliederschmerzen

XXX

X

Vorbeugung

Jährliche Grippe-Impfung

Keine nachgewiesene Vorbeugung

 = typisches Symptom der Erkrankung

 = weniger typisches Symptom der Erkrankung

 

 

 























Wer ist besonders gefährdet?

Personen über 60 Jahre sowie Menschen mit einer chronischen Erkrankung der Atemwege (Asthma, COPD) oder anderen Vorerkrankungen (Diabetes, Leber- oder Nierenschäden) sind besonders gefährdet.

 

Bedeutung der Grippe-Impfung

Den einzigen wirksamen Schutz vor einer Grippe bietet eine Impfung. Die Weltgesundheitsorganisation legt jedes Jahr die Zusammensetzung eines neuen Impfstoffs fest, um mit der ständigen Veränderung des Grippe-Virus Schritt zu halten. Die Wirkung setzt etwa zwei Wochen nach der Impfung ein. Sie kann zeitgleich mit der Impfung gegen Pneumokokken vom Hausarzt durchgeführt werden. Vorteil: Die Impfungen verstärken sich in ihrer Schutzwirkung.

 

Für wen ist die Grippe-Impfung sinnvoll?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die Impfung u. a.

  • Über 60-Jährigen
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen (z.B. Herz-Kreislauf-, Leber-, Nierenkrankheiten, Asthma)
  • Personen mit Diabetes und anderen Stoffwechselkrankheiten
  • Personen mit Immunschwäche

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten der Grippe-Impfung für die genannten Personengruppen. Eine Praxisgebühr fällt nicht an.

 

Steckbrief Influenza (Grippe)

Erreger: Influenza-Virus

Übertragungsweg: Tröpfcheninfektion.

Krankheitsbild: Hohes Fieber, Kopf-, Hals- und Muskelschmerzen, Abgeschlagenheit, Husten, Rücken- und Gliederschmerzen, Bronchitis. Komplikationen: Lungenentzündung, Entzündung des Herzmuskels, der Nasennebenhöhle und des Nervensystems.

Impfung: Die Impfung sollte jedes Jahr, am besten im Oktober oder November, durchgeführt werden, da durch die saisonalen Veränderungen der Grippe-Viren eine Wiederimpfung mit dem aktuellen Impfstoff erfolgen soll.

 

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Diphtherie, Tetanus, Polio und Pertussis im Überblick




Diphtherie
wird durch Bakterien verursacht. Die Erreger werden beim Sprechen, Niesen oder Husten durch winzige Tröpfchen, teilweise auch durch Körperkontakt übertragen. Die gefährliche Erkrankung ist mit Fieber, Halsschmerzen, Unwohlsein, einem typischen weißlichen Belag im Rachenraum sowie Atem- und Schluckbeschwerden verbunden. Zu den möglichen Komplikationen einer Diphtherie zählen neben Entzündungen des Herzmuskels auch Lähmungserscheinungen.

 

Über verschmutzte Wunden gelangt Clostridium tetani, der Erreger von Wundstarrkrampf (Tetanus) in den Körper. Eine Infektion mit dem Bakterium kann gefährliche Folgen haben: Zunächst treten Krämpfe der Kau- und Gesichtsmuskulatur auf, später folgen Krämpfe am ganzen Körper. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann es zu einer Lungenentzündung, zur Lähmung der Atemmuskulatur und zu Herzkammerflimmern bis hin zum Herzstillstand kommen.

 

Der Erreger von Keuchhusten (Pertussis), das Bakterium bordetella pertussis, wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Aktuelle Forschungsergebnisse verdeutlichen, wie schwer eine Erkrankung ist: Lang anhaltender Husten führt zu Schlafmangel und Leistungsabfall. Schnupfen, Fieber, Schwäche und Erstickungsanfälle begleiten die Hustenattacken. Weitere Komplikationen wie Mittelohr- und Lungenentzündung, Krampfanfälle und sogar Atemstillstand können auftreten. Keuchhusten tritt heute zunehmend bei Jugendlichen und Erwachsenen auf: In den neuen Bundesländern stieg der Anteil erkrankter Personen über 15 Jahre von weniger als 5 Prozent im Jahr 1980 auf 80 Prozent im Jahr 2003 an. Jeder dritte Erkrankte ist älter als 45 Jahre. Ältere Menschen sind zudem Hauptinfektionsquelle für Säuglinge und Kleinkinder, bei denen die Erkrankung lebensbedrohlich verlaufen kann. Bei starkem, andauerndem Husten sollte der Hausarzt deswegen Keuchhusten als mögliche Diagnose in Betracht ziehen.

 

Die Ansteckung mit dem Erreger der Kinderlähmung (Poliomyelitis), dem Polio-Virus, erfolgt durch die Aufnahme von verunreinigtem Wasser und Lebensmitteln oder über direkten Kontakt mit infektiösem Material. Insbesondere bei Reisen in afrikanische und asiatische Länder, wie z. B. Indien, besteht eine erhöhte Infektionsgefahr. Reisende und Migranten können das Virus auch jederzeit wieder nach Deutschland einschleppen. Poliomyelitis, kurz Polio, verläuft häufig frei von Symptomen. Bei einer leichten Verlaufsform treten unspezifische Krankheitszeichen wie Fieber, Hals-, Muskel- und Kopfschmerzen auf. Bei schwerem Verlauf kommt es außerdem zu Nackensteifheit und Rückenschmerzen. Lebenslang andauernde Lähmungen von Armen und Beinen und sogar Atemstillstände können die Folge einer Poliomyelitis sein.

 

Um sich selbst und andere zu schützen, sollten Erwachsene ihren Impfschutz gegen Diphtherie, Wundstarrkrampf, Keuchhusten und Kinderlähmung vom Hausarzt regelmäßig überprüfen und im Bedarfsfall auffrischen lassen. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin.

 

Infektionskrankheit

Aktuelle Impfempfehlung für Erwachsene
(ab 18. Lebensjahr)
gemäß STIKO5

Tetanus

alle 10 Jahre, bei Verletzung schon nach Ablauf von 5 Jahren

Diphtherie

alle 10 Jahre

Keuchhusten

Für alle Erwachsenen als einmalige Auffrischimpfung mit einem Kombinationsimpfstoff

Kinderlähmung

- Für alle Personen ohne einmalige Auffrischimpfung

- Für alle Personen bei fehlender/unvollständiger Grundimmunisierung 

Es gibt eine Kombinationsimpfung für diese Erkrankungen. Sie wirkt gleichzeitig gegen Diphtherie, Keuchhusten, Polio und Tetanus, d.h. ein Arztbesuch und eine Spritze für vierfachen Impfschutz, der erst nach 10 Jahren wieder aufgefrischt werden muss.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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