Gesundheitlicher Zustand



Gute Lebensbedingungen im Bevölkerungsdurchschnitt, moderne medizinische Versorgung, ein verändertes Ernährungsverhalten und ausgeprägtes Gesundheitsbewusstsein lassen die Lebenserwartungen steigen. So haben mittlerweile Männer im Alter von 65 Jahren noch eine durchschnittliche Lebenserwartung von nahezu 16 Jahren und Frauen gleichen Alters von fast 20 Jahren (vgl. Stat. Bundesamt 2004, Daten bezogen auf 2000/2002).

Doch wird die Lebensqualität im Alter vom individuellen Gesundheitszustand und von möglichen Beeinträchtigungen des Aktivitätspotenzials durch physische und psychische Krankheiten bestimmt. Dementsprechend messen ältere Menschen der Gesundheit auch subjektiv eine herausragende Bedeutung bei. 

 

Übersicht a: Gesundheitszustand und gesundheitliche Beeinträchtigungen nach Altersgruppen (Westdeutschland)



Quelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) 2002, in: Statistisches Bundesamt (Hrsg.), Datenreport 2004, S. 569, BAGSO-Berechnungen. BAGSO, Fakten und Felder der freien Seniorenarbeit, 2005.

(Stand: 2002, Westdeutschland, Angaben in %)

 

Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) 2002 wurden die Befragten um eine Einschätzung ihres gegenwärtigen Gesundheitszustandes gebeten. Zwar wird der individuelle Gesundheitszustand mit zunehmendem Alter häufiger als weniger gut bzw. schlecht bewertet, doch beurteilt sowohl in West- als auch in Ostdeutschland über alle Altersgruppen hinweg noch immerhin fast die Hälfte ihre gesundheitliche Verfassung als zufrieden stellend.

 

 

Übersicht b: Gesundheitszustand und gesundheitliche Beeinträchtigungen nach Altersgruppen (Ostdeutschland)



Quelle: Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) 2002, in: Statistisches Bundesamt (Hrsg.), Datenreport 2004, S. 570, BAGSO-Berechnungen. BAGSO, Fakten und Felder der freien Seniorenarbeit, 2005.

(Stand: 2002, Ostdeutschland, Angaben in %)


Zu unmittelbaren Einbußen der Lebensqualität können gesundheitsbedingte Beeinträchtigungen von Alltagsaktivitäten führen. Probleme beim Treppensteigen schränken z. B. die Mobilität und selbstständige Lebensführung der älteren Menschen stark ein. Schon die Hälfte aller 60- bis 69-Jährigen in Ostdeutschland fühlt sich beim Treppensteigen ein wenig und sogar ein Viertel (24 %) stark beeinträchtigt. Bei den über 80-Jährigen gibt jeder Zweite an, starke Probleme mit dem Treppensteigen zu haben. Auch die Häufigkeit der Arztbesuche nimmt mit ansteigendem Alter sowohl in West- als auch Ostdeutschland zu. Der Anteil derjenigen, die angaben, in den letzten drei Monaten einen Arzt aufgesucht zu haben, stieg im Westen von 76 % (Osten 87 %) bei den 60- bis 64-Jährigen auf 91 % bei den 80- bis 99-Jährigen.

 

 

 Quelle: BAGSO, Fakten und Felder der freien Seniorenarbeit, 2005