Rehabilitation

Eine ambulante oder stationäre Rehabilitationsmaßnahme dient dazu, die körperliche, berufliche oder soziale Leistungsfähigkeit zu erhalten, zu fördern oder wieder zu erlangen. Einfach gesagt, ist hier Kostenträger, wer das Risiko des Scheiterns der Maßnahme trägt. Demnach liegt z.B. bei Erwerbstätigen, deren Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet oder schon gemindert ist, die Zuständigkeit bei der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Kostenträger müssen, wenn bei Ihnen ein Antrag eingeht, diesen ggf. an den zuständigen Kostenträger weiterleiten.

  • Bei der medizinischen Rehabilitation sollen - oft nach einem medizinischen Eingriff Behinderungen oder Pflegebedürftigkeit gemildert bzw. verhindert werden.

  • Bei der beruflichen Rehabilitation geht es darum, den Betroffenen in das Berufsleben zu (re)integrieren.

  • Die soziale Rehabilitation soll die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen und auf die Bewältigung von Alltagsanforderungen hinwirken.

  • Die geriatrische Rehabilitation soll es älteren Menschen ermöglichen, so lange wie möglich aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Dabei geht es hauptsächlich darum, vorzeitige Pflegebedürftigkeit zu verhindern, und so kommt insbesondere der medizinischen Rehabilitation neben der Pflege eine besondere Bedeutung zu.


Die Anschlussheilbehandlung bzw. Anschlussrehabilitation (AHB) ist eine ambulante oder stationäre Leistung zur medizinischen Rehabilitation. Eine AHB bezieht sich – im Gegensatz zu einer Reha-Leistung – immer auf eine bestimmte Erkrankung und muss unmittelbar (spätestens zwei Wochen nach der Entlassung) an eine stationäre Krankenhausbehandlung anschließen.

In Abgrenzung zu Reha-Leistungen sind die seit der GKV-Gesundheitsreform aus dem Jahr 2000 nur noch umgangssprachlich als Kuren bezeichneten medizinischen Vorsorgeleistungen zu nennen. Diese dienen der Vorbeugung von Erkrankungen und können sowohl ambulant als auch stationär erfolgen. Die Kosten hierfür werden unter bestimmten Voraussetzungen teilweise von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Das Bundesministerium für Gesundheit stellt auf seiner Internetseite umfassende Informationen zu Reha-Leistungen bereit, welcher Anspruch auf Rehabilitationsleistungen besteht, wie viel Zuzahlungen zu leisten sind und in wie weit die Einrichtung selbst ausgewählt werden kann. 


Service-Stellen

Die sogenannten Gemeinsamen Reha-Servicestellen fungieren als Anlaufpunkte für Beratung zum persönlichen Rehabilitationsbedarf und geben Auskunft zu Fragen rund um Rehabilitation und Teilhabe. Die wohnortnächste Reha-Servicestelle kann unter www.reha-servicestellen.de recherchiert werden.