Daten und Fakten

Ehrenamtliches Engagement ist eine tragende Säule der Gesellschaft. Daher hat die Bundesregierung eine Nationale Engagementstrategie entwickelt. Diese unterstützt das freiwillige Engagement von Bürgern und Unternehmen. Anliegen ist es, ehrenamtliches Engagement in allen seinen Formen zu stärken. Zugleich zielt die Nationale Engagementstrategie darauf, „die Integration, den sozialen Zusammenhalt und die Solidarität zwischen den Generationen“ zu fördern. 

 

Ausgeprägtes Engagement der Älteren

Alle fünf Jahre veröffentlicht das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Freiwilligensurvey, der alle Daten zum freiwilligen Engagement in Deutschland enthält. Auf der Basis dieser Zahlen erstellt das Ministerium außerdem den Monitor Engagement „Wie und wofür engagieren sich ältere Menschen?“. Die jüngsten Untersuchungen belegen, dass die Zahl der Älteren, die sich ehrenamtlich engagieren, kontinuierlich wächst: Zwischen 1999 und 2009 verzeichnet der Freiwilligen-Survey einen Anstieg von 30 auf 33 %. Die zunehmende körperliche und geistige Fitness und die längere Lebenserwartung begünstigen diese Entwicklung. Unterschiede im Engagement bestehen allerdings zwischen den Geschlechtern: Noch immer engagieren sich deutlich weniger ältere Frauen als Männer ehrenamtlich. 

 

Motive für das Ehrenamt

Im Lebensverlauf verschieben sich die Motive für das ehrenamtliche Engagement: Bei den jungen Alten zwischen 50 und 64 Jahre steht die Freude am Engagement an erster Stelle, gefolgt von dem Wunsch, anderen Menschen zu helfen und etwas für die Gesellschaft zu tun. Bei den Älteren – zwischen 65 und 74 Jahre – halten sich der Wunsch, anderen zu helfen einerseits und selbst Freude zu haben andererseits, die Waage. Die Hochbetagten engagieren sich vor allem, weil sie anderen Menschen helfen wollen, erst dann folgt die Freude am Ehrenamt.  

 


Das Zeitbudget fürs Ehrenamt

Der zeitliche Einsatz für das Ehrenamt ist geprägt durch die zeitlichen und gesundheitlichen Möglichkeiten: Die 50- bis 64-Jährigen engagieren sich im Monat durchschnittlich etwas über 16 Stunden. Im Schnitt zwei Stunden mehr umfasst das ehrenamtliche Engagement bei den 65- bis 74-Jährigen, um dann bei den über 75-Jährigen auf durchschnittlich 15 Stunden zu sinken.

 


Engagementfelder verschieben sich

Auch in den Engagementfeldern gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen: Während sich die jungen Alten (50 bis 64 Jahre) vor allem im Bereich Sport und Bewegung engagieren, rückt bei den Älteren das Engagement für Soziales und Gesundheit an die erste Stelle, bei den Hochbetagten ist es der Einsatz für Kirche und Religionsgemeinschaften.

 

Zielgruppen – von Jung bis Alt

Je älter die Engagierten sind, umso intensiver widmen sie sich bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit den Gleichaltrigen und Älteren. Zwar engagieren sich die jungen Alten nicht für eine spezielle Personengruppe, aber bei ihnen macht die ehrenamtliche Arbeit für Kinder und Jugendliche mit 21 % einen großen Anteil am Gesamtengagement aus.

 


Engagement-Rahmen Älterer

Ältere engagieren sich vorrangig in Vereinen – genauso wie die jüngeren Ehrenamtlichen. Mit zunehmendem Alter wächst das Engagement im Rahmen der Kirche oder Religionsgemeinschaft. Außerdem hat das informelle Engagement bei allen über 50-Jährigen eine große Bedeutung, d.h., sie helfen Bekannten, Freunden oder Nachbarn außerhalb und unabhängig von Organisationen oder Vereinen.