Daten und Fakten

Zu den folgenden beschriebenen Inhalte zum Thema Daten und Fakten finden Sie alle Informationen im Freiwilligensurvey von 2014 "Freiwilliges Engagement in Deutschland"  

Ausgeprägtes Engagement der Älteren

Alle fünf Jahre veröffentlicht das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Freiwilligensurvey, der alle Daten zum freiwilligen Engagement in Deutschland enthält. Aktuelle Untersuchungen zwischen 1999 und 2014 belegen, dass das Engagement der gesamten Bevölkerung (ab 14 Jahren) bei 43,6% liegt und es in den letzten 10 Jahren um knapp 10% anstieg.

Bei den 60-64jährigen stieg die Quote auf 45,9% an. Bei den 65-69jährigen lag sie bei 43,7% fast im Mittel. Bei den 70-74jährigen liegt sie bei fast 40% und stieg um 14% an. Auch das Engagement der über 75jährigen ist von 20% auf 26% gestiegen.

Insgesamt hat das Engagement der Älteren im Vergleich zu den mittleren Altersgruppen stärker zugenommen. Das Engagement der Seniorinnen und Senioren ist auch von längerer Dauer und kontinuierlicher. Es zeigte sich aber auch, dass das Engagement im dritten Lebensalter stark vertreten ist, es jedoch an der Schwelle zur Hochaltrigkeit abnimmt. Gründe dafür sind ein aktives Altersbild, eine erhöhte Anzahl der lokalen Anlaufstellen für bürgerschaftliches Engagement und dessen verbesserte Zugänge.

Motive für das Ehrenamt

Zum Thema Motive des bürgerschaftlichen Engagements veröffentlichte das Institut für Demoskopie in Allensbach im August 2013 Kernergebnisse einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung aller Altersgruppen.

Bei 23 Millionen ehrenamtlich engagierten Menschen in Deutschland standen uneigennützige Motive im Vordergrund: die Freude am Engagement (95%), der Wunsch etwas für andere zu tun (86%), die Ausrichtung auf eine besondere Gruppe oder ein besonderes Anliegen (82%), die Möglichkeit, etwas mit dem Engagement zu bewegen (835) oder der Wunsch, Dinge am Wohnort oder in lokalen Umfeld zu verändern und zu verbessern (70%). Daneben ist es für 82% der Befragten wichtig, durch ihr Ehrenamt regelmäßig andere Menschen zu treffen und Kontakte knüpfen zu können und 67% erleben ihr Engagement als willkommene Abwechslung vom Alltag.

Das Zeitbudget fürs Ehrenamt

Der zeitliche Umfang ist bei jungen und älteren Menschen hoch, wobei Engagierte ab 65 Jahren am meisten Wochenstunden aufweisen.

Der Einsatz für das Ehrenamt ist geprägt durch die zeitlichen und gesundheitlichen Möglichkeiten: knapp 60% der 50- bis 64-Jährigen engagieren sich pro Monat bis zu 8 Stunden, rund 25% durchschnittlich 16 Stunden pro Monat  und knapp 20% über 24 Stunden pro Monat. Bei den über 65-jährigen sind die Hälfte bis zu 8 Stunden pro Monat engagiert, 25% durchschnittlich 16 Stunden pro Monat und 25% über 24 Stunden pro Monat tätig.


Engagementfelder

Die vier wichtigsten Engagementbereiche von Älteren sind der soziale Bereich, Sport und Bewegung, Kultur und Musik sowie Kirche und Religion. Davon engagieren sich viele ältere Frauen mehr im sozialen und kirchlichen Bereich und viele ältere Männer mehr im Sport sowie im kulturellen Bereich.

Personen im Alter von 50 bis 64 Jahre engagieren sich überdurchschnittlich häufig im sozialen Bereich und in den Bereichen Kultur, Musik, Freizeit und Geselligkeit sowie Politik und politische Interessenvertretung. Bei älteren Menschen ab 65 Jahren ist das Engagementfeld vor allem im sozialen Bereich überdurchschnittlich. Die Förderung des Engagements von älteren Frauen wird aufgrund des demografischen Wandels zukünftig noch wichtiger sein.

Zielgruppen von Jung bis Alt

Ehrenamtliches Engagement findet auch zwischen Jung und Alt statt. Fast 11% der Personen zwischen 50 und 64 Jahre engagieren sich in der Schule oder im Kindergarten und knapp 8% in der außerschulischen Jugendarbeit oder in der Bildungsarbeit für Erwachsene. Bei den Menschen ab 65 Jahre ist es etwas weniger mit etwas über 4% (Kindergarten und Schule) und knapp 6% (Jugendarbeit oder Bildungsarbeit für Erwachsene).