Lebenslanges Lernen –eine Herausforderung in einer Zeit des rapiden technischen, sozialen und demografischen Wandels.
Um uns mit diesen rasanten Veränderungen unserer Umwelt auseinandersetzen und uns anpassen zu können müssen wir ein Leben lang mehr lernen - und "anders" lernen - als es zum Beispiel von unseren Eltern und Großeltern gefordert wurde. In unserer Zeit des beschleunigten technischen, sozialen und demografischen Wandels ist das Lebenslange Lernen geradezu zur Existenznotwendigkeit geworden.
Zum Beispiel im häuslichen Alltag gibt es rapide Veränderungen an die wir uns gewöhnen müssen: Wenn beispielsweise Ihre alte Waschmaschine ausgedient hat, dann stehen Sie vor der neuen zunächst hilflos; Sie müssen "neu lernen", die richtigen Knöpfe einzustellen usw. Deutlicher wird es noch, wenn Sie ein neues Videogerät brauchen oder auch, wenn der öffentliche Nahverkehr mal wieder seine Fahrkarten-Automaten ausgewechselt hat.
So ist ein lebenslanges Lernen bin ins hohe Alter hinein in mehrfacher Weise notwendig:
- Um die Anpassung an die äußeren Gegebenheiten unserer Umwelt zu sichern und mit dem "technischen und sozialen Wandel" Schritt halten zu können.
- Um eine hinreichende Orientierung und Information über das Zeitgeschehen sicherzustellen. Gerade in einer demokratischen Gesellschaft, die auf Mitbestimmung und verantwortungsvolle Mitentscheidung des Einzelnen angewiesen ist, ist Orientierung und Information notwendig.
- Um eine soziale Integration zu sichern und einer Isolation und Einsamkeit entgegen zu wirken, um mitdenken und mitreden zu können, um andere Menschen zu verstehen. Lernen und Weiterbildung knüpfen und verstärken das Band zwischen den Generationen.
- Um durch Auseinandersetzung mit Neuem seine Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erhalten, seine Interessen zu pflegen oder gar auszubauen, seine Kompetenzen zu stärken - und damit nicht zuletzt einem sog. „Altersabbau“ vorzubeugen, empfiehlt sich: Weiterbildung, Training zur Erhaltung der geistigen Fähigkeiten!
"Sehen wir nicht nur Grenzen, sondern sehen wir die verbliebenen Möglichkeiten – und nutzen wir diese: Carpe diem! Und denken wir daran: Es kommt nicht nur darauf an, wie alt wir werden, sondern wie wir alt werden. Es gilt, nicht nur dem Leben Jahre zu geben, sondern den Jahren Leben zu geben." Prof. Dr. Dr. h. c. Ursula Lehr
Literatur:
Lehr, U. (2003) Psychologie des Alterns; 10. völlig überarbeitete Auflage (1.A.1972), Heidelberg / Wiesbaden: Quelle & Meyer
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