UNECE-Ministerkonferenz in Lissabon

Gruppenfoto der UNECE Beteiligten

Vom 20.-22.09.2017 tauschten sich die Länder der United Nations Economic Commission for Europe (UNECE) zum Stand der Umsetzung des Zweiten Weltaltenplans der Vereinten Nationen aus. Sie verabschiedeten eine Ministererklärung, die die Leitlinien für die kommenden fünf Jahre formuliert: 1. Die Potenziale des längeren Lebens erkennen, 2. Längeres Arbeitsleben und Arbeitsfähigkeit fördern und 3. Altern in Würde sicherstellen.

Seit der Verabschiedung des Zweiten Weltaltenplans und der Regionalen Implementierungsstrategie 2002 überprüfen die 56 UNECE-Staaten alle fünf Jahre die Fortschritte in der Umsetzung ihrer Selbstverpflichtungen und ziehen Bilanz.

Frau Dr. Mollenkopf, Mitglied des BAGSO-Vorstands bei der UNECE-Konferenz

In dem vorgeschalteten Forum für zivilgesellschaftliche Organisationen und im Forum für Wissenschaft und Forschung wurden ebenfalls Erklärungen verabschiedet und bei der Ministerkonferenz vorgetragen.

 

 

Eine Auswahl an Präsentationen, Poster und Redebeiträgen stehen auf der Konferenz-Website als Download zur Verfügung.


8. Sitzung der Open Ended Working Group zum Thema Altern bei der UN

Nachdem es bei den vergangenen Sitzungen der Offenen Arbeitsgruppe zum Altern darum gegangen war, ob eine UN-Konvention für die Rechte älterer Menschen - ähnlich der Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen - notwendig ist und die Diskussionen immer zu einem Patt zwischen befürwortenden und ablehnenden Ländern geführt hatte, ging es bei der 8. Sitzung der Arbeitsgruppe vom 5. bis 7. Juli um konkrete Probleme: die Frage der Benachteiligung Älterer - beispielsweise im Arbeitsleben oder bei Dienstleistungen-, und das Problem von Vernachlässigung, Missbrauch oder Gewalt, wie sie beispielsweise im Rahmen von Langzeitpflege geschehen können.

Die Themen wurden in intensiven Diskussionen sowohl aus Sicht der Länder wie aus der Perspektive von Menschenrechtsinstitutionen und Nicht-Regierungsorganisationen behandelt. Übereinstimmend wurde festgestellt,  dass es sich um weltweite Phänomene handelt und dass dringender Handlungsbedarf besteht, damit ältere Menschen ihr Recht auf Gleichbehandlung und ein Leben frei von Gewalt verwirklichen können. Wie dies am besten erreicht werden kann, ist allerdings nach wie vor offen.

Ausführlicher Bericht von Dr. Heidrun Mollenkopf, Vertreterin der BAGSO