Vereinte Nationen: BAGSO bei der 9. Sitzung der Offenen Arbeitsgruppe zu Fragen des Alterns

Frau Dr. Mollenkopf als BAGSO-Vertreterin bei den Vereinten Nationen.

Auf Ebene der Vereinten Nationen fand vom 23.-26.07.2018 in New York die 9. Sitzung der Offenen Arbeitsgruppe zu Fragen des Alterns statt, an der auch die BAGSO teilnahm. Es gab erneut Fortschritte bei der Bereitschaft, die Bestandteile einer möglichen Konvention zum Schutz der Rechte Älterer zu diskutieren. Schwerpunktthemen der diesjährigen Sitzung waren Langzeit- und Palliativpflege sowie Autonomie und selbstbestimmtes Leben. Deutschland war vertreten durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das Bundesministerium für Gesundheit, das Deutsche Institut für Menschenrechte sowie die BAGSO.

Ausführlicher Bericht von Dr. Heidrun Mollenkopf, Vertreterin der BAGSO (pdf)

Antworten der BAGSO auf die Fragen der Offenen Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen zu den Themen:


UNECE-Arbeitsgruppe zu Fragen des Alterns

Logo der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen, englisch United Nations Economic Commission for Europe, abgekürzt UNECE

Am 23.-24. November fand in Genf die 10. Sitzung der 2008 gegründeten Arbeitsgruppe zu Fragen des Alterns der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (United Nations Economic Commission for Europe, UNECE) statt. Von den insgesamt 56 Mitgliedsstaaten nahmen 28 teil.
Als Vertreterin der Zivilgesellschaft für die Jahre 2020-2021 wurde Frau Dr. Heidrun Mollenkopf in das internationale Gremium gewählt. Sie ist Mitglied des BAGSO-Vorstandes und Mitglied im Vorstand der AGE Platform Europe. Sie wird folgen auf Frau Gertraud Dayé, die von 2018-2019 die Interessen der Zivilgesellschaft vertreten wird. Beide werden von Beginn an eng zusammenarbeiten.
Die Arbeitsgruppe wird die Umsetzung des Zweiten UN-Weltaltenplans und die Debatte um eine Menschenrechtskonvention für Ältere weiter begleiten. Zukünftiger Schwerpunkt wird aber auch die Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung sein.
Angestrebt wird zudem, dass die Arbeitsgruppe als ein ständiger fachspezifischer Ausschuss der UNECE definiert wird.

Protokoll der UNECE-Working Group on Ageing (englisch) (pdf)


UNECE-Ministerkonferenz in Lissabon

Gruppenfoto der UNECE Beteiligten

Vom 20.-22.09.2017 tauschten sich die Länder der United Nations Economic Commission for Europe (UNECE) zum Stand der Umsetzung des Zweiten Weltaltenplans der Vereinten Nationen aus. Sie verabschiedeten eine Ministererklärung, die die Leitlinien für die kommenden fünf Jahre formuliert: 1. Die Potenziale des längeren Lebens erkennen, 2. Längeres Arbeitsleben und Arbeitsfähigkeit fördern und 3. Altern in Würde sicherstellen.

Seit der Verabschiedung des Zweiten Weltaltenplans und der Regionalen Implementierungsstrategie 2002 überprüfen die 56 UNECE-Staaten alle fünf Jahre die Fortschritte in der Umsetzung ihrer Selbstverpflichtungen und ziehen Bilanz.

Frau Dr. Mollenkopf, Mitglied des BAGSO-Vorstands bei der UNECE-Konferenz

In dem vorgeschalteten Forum für zivilgesellschaftliche Organisationen und im Forum für Wissenschaft und Forschung wurden ebenfalls Erklärungen verabschiedet und bei der Ministerkonferenz vorgetragen.

 

 

Eine Auswahl an Präsentationen, Poster und Redebeiträgen stehen auf der Konferenz-Website als Download zur Verfügung.


8. Sitzung der Open Ended Working Group zum Thema Altern bei der UN

Nachdem es bei den vergangenen Sitzungen der Offenen Arbeitsgruppe zum Altern darum gegangen war, ob eine UN-Konvention für die Rechte älterer Menschen - ähnlich der Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen - notwendig ist und die Diskussionen immer zu einem Patt zwischen befürwortenden und ablehnenden Ländern geführt hatte, ging es bei der 8. Sitzung der Arbeitsgruppe vom 5. bis 7. Juli um konkrete Probleme: die Frage der Benachteiligung Älterer - beispielsweise im Arbeitsleben oder bei Dienstleistungen-, und das Problem von Vernachlässigung, Missbrauch oder Gewalt, wie sie beispielsweise im Rahmen von Langzeitpflege geschehen können.

Die Themen wurden in intensiven Diskussionen sowohl aus Sicht der Länder wie aus der Perspektive von Menschenrechtsinstitutionen und Nicht-Regierungsorganisationen behandelt. Übereinstimmend wurde festgestellt,  dass es sich um weltweite Phänomene handelt und dass dringender Handlungsbedarf besteht, damit ältere Menschen ihr Recht auf Gleichbehandlung und ein Leben frei von Gewalt verwirklichen können. Wie dies am besten erreicht werden kann, ist allerdings nach wie vor offen.

Ausführlicher Bericht von Dr. Heidrun Mollenkopf, Vertreterin der BAGSO