„Lebensqualität im Alter gestalten - Innovative Bildung für neue Rollen der Zivilgesellschaft in einer inklusiven Gesellschaft“

Das im Rahmen des europäischen Programms ERASMUS+ geförderte Mobilitätsprojekt der BAGSO greift die Rolle der Zivilgesellschaft bei der Umsetzung international verankerter Rechte älterer Menschen auf ein würdiges und unabhängiges Leben auf. Eingegangen wird auf neue Bildungsbedarfe von Freiwilligen, die im Kontext präventiver Versorgungskonzepte in einer inklusiven Gesellschaft entstehen.

Im Zentrum stehen Mobilitätsaktivitäten für insgesamt 40 Mitarbeiter eines BAGSO Projektkonsortiums bestehend aus vier Organisationen, die einen Schwerpunkt im Bereich des pflegeorientierten Engagements haben und an der Internationalisierung und Professionalisierung ihrer Bildungsarbeit mit Engagierten für ältere Menschen mit unterschiedlichen Unterstützungsbedürfnissen interessiert sind.

Aufgegriffen werden Fragen der Sorge und Mitverantwortung für ältere Menschen in schwierigen Lebenssituationen, die im Zuge der Empfehlungen des 7. Altenberichts in Deutschland diskutiert werden sowie Gegenstand europäischer Diskurse zum „Active Ageing“ sind.


Das Schulungsprogramm von LOC-Zeggenschap in zorg 27. - 30. September 2017

Im Zentrum eines dreitägigen Schulungsprogrammes der niederländischen Organisation LOC-Zeggenschap in zorg steht die Vermittlung eines menschenrechtlich orientierten Verständnisses der Rechte der Älteren auf Selbstbestimmung und ein gleichberechtigtes Nebeneinanderstehen unterschiedlicher Lebensentwürfe und Bedürfnisse im Alter.

Die Teilnehmenden werden die LOC „Vision einer werteorientierten Pflege“ sowie innovative Bildungs- und Beratungskonzepte von LOC zur Begleitung älterer Menschen in Pflegesituationen kennenlernen (Methode „Het zorgleefplan“).

Im Rahmen einer intensiven Auseinandersetzung mit niederländischen Konzepten und gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Bürgerbeteiligung* werden zentrale Fragen zur Verbesserung der Chancen älterer Menschen für eine selbstbestimmte Lebensgestaltung und Alltagsbewältigung in schwierigen Lebenslagen diskutiert.

Vorgestellt werden niederländische Bildungs- und Beteiligungskonzepte und –methoden zur Verbesserung der gesundheitlichen, ökonomischen und gesellschaftlichen Integration älterer Menschen, z.B.:

  • Das sog. „Küchentischgespräch“, einer Methode zur Stärkung der Eigenverantwortlichkeit und Partizipation Hilfesuchender bei der Planung eines Hilfeprozesses- (im Rahmen des WMO 2015).
Einer Übersichts-Landkarte der Euroregion Maas-Rhein

Erprobt werden innovative Methoden zur Verbesserung der Kommunikation zwischen „Pflegenden“ und „Gepflegten“ bzw. der Kooperation zwischen freiwillig Engagierten mit professionellen Dienstleistern. z.B.:

  • die Methode „Dialoggespräch“, eine Methode zur Verbesserung von Kooperationen und Kommunikation durch einen offenen Ideenaustausch, die das Hinterfragen der eigenen Ansichten und Perspektiven ermöglicht.
  • das „Spiegelgespräch“, eine Methode zur „Erfahrbarmachung“ der Perspektive des älteren Menschen in einer Versorgungssituation via Feedback.

Das ambitionierte Programm wird Vorträge, Workshops und Projektbesuche in Süd-Limburg vorsehen (zum Beispiel zu einem Pflegebauernhof und ein Treffpunkt für Senioren), und den Teilnehmenden ermöglichen, lokale Organisationen, Projekte und Konzepte von und für Senioren, (z.B. die Platform Allochtone Zorgvragers- unter dem Dach des „Huis voor de Zorg“ ) in Süd-Limburg kennenzulernen.

Schulungsprogramm

Bericht zur durchgeführten Schulung

* "Gesetz zur sozialen Unterstützung" 2015 (WMO)