Förderung des altengerechten Umbaus und Finanzhilfen bei Wohnungsanpassungen

Der Umbau zur barrierefreien Wohnung kann schnell kostspielig werden. Eine Orientierung, wie teuer die wichtigsten Anpassungsmaßnahmen sein können, finden Sie auf der Seite www.nullbarriere.de/kosten.htm.

Es gibt verschiedene Stellen, die Wohnanpassungsmaßnahmen finanziell unterstützen. Sie sind teilweise miteinander kombinierbar. Da es jedoch keine einheitliche Regelung für die Förderung gibt, ist es notwendig sich individuell beraten zu lassen. Die erste Anlaufstelle sollte in diesem Fall die Wohnberatungsstelle vor Ort sein oder andere Stellen und Organisationen. 

  • das Bundesgesundheitsministerium unter der kostenpflichtigen Telefonnummer 
    0 18 05 / 99 66 01 oder 99 66 02
  • die Pflege- und Krankenkassen
  • der Beratungsservice der AWO (Arbeiterwohlwohlfahrt) unter
     www.awo-pflegeberatung-online.de oder unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 / 60 70 110
  • der Beratungsservice der BIVA, der Bundesinteressenvertretung der Nutzerinnen und Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter und bei Behinderung e.V., unter beratung@biva.de und telefonisch unter 0 22 54 / 28 12
  • die Sozialhilfe- und Rentenversicherungsträger sowie die Integrationsämter
  • die gesetzliche Unfallversicherung, wenn die Beeinträchtigung durch einen Betriebsunfall oder eine Berufskrankheit verursacht wurde (Details unter www.dguv.de)
  • Stiftungen, Bund und Länder und
  •  die Kreditanstalt für Wiederaufbau über zinsgünstige Darlehen für die Wohnungsanpassung unter der Rufnummer 0 18 01 / 33 55 77.


Unterstützung durch Pflege- und Krankenkassen

Die Pflegekassen unterstützen Anpassungsmaßnahmen bis zu 2.577 €, wenn Sie Leistungen der Pflegeversicherung erhalten und zwar unabhängig von der Pflegestufe (hier geht es zu weiterführenden Informationen dazu). Ziel ist es, ein eigenständiges Leben oder die häusliche Pflege zu ermöglichen bzw. zu erleichtern. Gefördert werden Baumaßnahmen und der Umbau von Mobiliar, wie die Verbreiterung der Türrahmen, die Entfernung von Türschwellen oder der Einbau von unterfahrbaren Sanitäranlagen. Allerdings wird bei dieser Förderung ein Eigenanteil von 10 % der Kosten erhoben, höchstens jedoch 50 % der monatlichen Bruttoeinnahmen.

Weiterführende Informationen unter www.wohnungsanpassung-bag.de

 

Bestimmungen laut Sozialgesetzbuch

Wird die Wohnungsanpassung aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls erforderlich, können Sie Unterstützung vom Rehabilitationsträger oder vom Integrationsamt erhalten. Ihnen stehen laut Sozialgesetzbuch Eingliederungshilfen zu, z.B. in Form von Zuschüssen oder zinslosen Darlehen. Sprechen Sie Ihr örtliches Sozialamt an. Bei Arbeitsunfällen können Sie bei der gesetzlichen Unfallversicherung wegen einer finanziellen Unterstützung anfragen.

 

Fördermaßnahmen von Stiftungen, Bund und Ländern

Stiftungen sowie Länder und Kommunen fördern Baumaßnahmen für barrierefreie Wohnungen.

Darüber hinaus können Renovierungen und Modernisierungen zur Wohnungsanpassung steuerlich als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden.

Erkundigen Sie sich aber in jedem Fall vor der Aufnahme des Umbaus über die Bedingungen der Förderung und die Voraussetzungen für die Anerkennung.