Der Computer

Vor der Anschaffung eines Rechners sollte man sich darüber im Klaren sein, wofür man ihn eigentlich braucht. Für die meisten Anwendungen ist ein weniger leistungsfähiger Rechner ausreichend. Wer im Bekanntenkreis niemanden hat, der sich um PC-Kauf und –Anschluss kümmern kann, der ist immer noch am besten beim Fachhändler aufgehoben. Ein gebrauchter PC aus Anzeigeblättern empfiehlt sich nicht, da hier Beratung und Service wegfallen. Preiswerte Rechner und Beratung erhält man nur vereinzelt in Elektronik-Fachmärkten, eher beim kleinen PC-Händler um die Ecke oder von den Enkeln.
PC oder Notebook? Das Notebook ist zwar klein und handlicher, doch teurer und schwieriger nachzurüsten bzw. zu reparieren. Beim längeren Arbeiten sind Notebooks weniger ergonomisch als der PC.
Wer einen Rechner für alle herkömmlichen Anwendungen, d.h. Büroarbeiten (Texte schreiben, drucken, E-Mails, Internetrecherche) benötigt, ist mit einem preiswerten Rechner bestens bedient. Dazu gehören:
- Prozessor: Ein günstiger, weniger leistungsstarker Prozessor tut es völlig. Das hier gesparte Geld kann man besser in einen guten Bildschirm stecken. Prozessoren erzeugen Hitze und müssen gekühlt werden: Auf leise Lüftung achten!
- Festplatte: Lieber leisere anstatt größere Platte nehmen (große Platten summen, wenn der PC arbeitet).
- Betriebssystem: Microsoft Windows XP ist Standard und weit verbreitet. Seltener sind das Apple- und Linux-Betriebssystem.
- Laufwerke: CD-Brenner und DVD-Laufwerk (für CD-ROMs und DVDs) sind Pflicht. Praktisch sind zwei getrennte Laufwerke, so dass direkt von der CD auf einen CD-Rohling kopiert werden kann.
- Grafikkarte: Fürs Internet und Briefeschreiben genügt jede x-beliebige Grafikkarte; für komplexe Computerspiele muss deutlich mehr in die Grafikkarte investiert werden.
- Arbeitsspeicher: Die Arbeitsgeschwindigkeit wird wesentlich von der Größe des Arbeitsspeichers mitbestimmt.
Bildschirm
Das beim Rechner gesparte Geld kann sinnvoll in einen guten Bildschirm gesteckt werden. Die unterschiedlichen Helligkeiten zwischen Bildschirm, Vorlage, Tastatur und Umgebung und die unterschiedlichen Sehentfernungen nötigen dem Auge ständige Anpassungsleistungen ab. Das passiert bei jedem Bildwechsel. Flimmernde Bilder tun ein Übriges dazu. Probleme beim Sehen führen zu ungünstigen Körperhaltungen, was wiederum Rückenprobleme nach sich ziehen kann. Um die Belastungen möglichst gering zu halten, ist es wichtig, bei der Beschaffung und der Aufstellung von Bildschirmen die ergonomischen Anforderungen zu beachten. Darüber hinaus sollten Sie beim Aufstellen des Bildschirms darauf achten, dass Spiegelungen und Blendungen vermieden werden.
Tastatur und Maus
Standardeingabe- und Steuerungsgeräte für den Computer sind in erster Linie Tastatur und Maus. Diese sind zwar heutzutage preiswert, jedoch entsprechen sie längst nicht immer ergonomischen Anforderungen. Schmerzen in der Nacken- und Schultermuskulatur sowie Sehnenscheidenentzündungen können die Folge sein.
Tastatur
Heutzutage dominieren Multifunktionstastaturen, die eine Reihe zusätzlicher Tasten und Schalter besitzen (z. B. Lautstärkeregelung, Blätterfunktion etc.) die Tastaturlandschaft. Sie sind oft überdimensioniert. Die Übersichtlichkeit im Tastengewirr geht schnell verloren und die Zusatzfunktionen müssen auch noch per Software installiert werden. Bei Standardtastaturen muss demgegenüber lediglich das Kabel eingesteckt werden. Auf folgende Aspekte sollten Sie achten:
- fühlbarer Druckpunkt der Tasten (evtl. akustische Rückmeldung
- ausreichende Betätigungswege der Tasten
- rutschfester Stand der Tastatur
- Ablagemöglichkeit für die Handballen sowie evtl. eine kontrastreiche Gestaltung
Maus
Über die PC-Maus wird der Zeiger (Cursor) auf dem Bildschirm bewegt. Häufiges Arbeiten mit der Maus kann Ermüdungen sowie Beschwerden und Erkrankungen im Hand- Arm-Schulter Bereich verursachen. Dies gilt umso mehr, wenn eine falsch gestaltete Maus verwendet wird. Wichtig sind folgende Kriterien:
- Die Maus muss zur Hand passen: Hersteller bieten die Maus für große und kleine Hände sowie für Rechts- und Linkshänder an.
- Leicht erreichbare Maustasten, die sich mit geringem Kraftaufwand bedienen lassen, aber nicht zu sensibel sind.
- Die Maus (wie auch die Tastatur) sollte möglichst körpernah liegen, um angespannte Haltungen und Belastungen im Arm/Schulter-Bereich zu vermeiden. Der Unterarm liegt am besten ganz auf dem Arbeitstisch.
- Ausreichend langes Kabel zwischen Maus und Rechner, um die Bewegungen nicht einzuschränken. Noch besser sind kabellose Mäuse, die über Infrarot oder Funk mit dem Computer verbunden sind.
- Die Maus muss sich gut über die Unterlage, z.B. Maus-Pad oder Tisch, rollen lassen. Übrigens: Kalte Unterlagen, z.B. Glas oder Marmor, verursachen kalte Hände.
Viele Ältere haben Probleme mit dem Doppelklick. Deshalb gibt es oft eine Klicksparfunktion für die mittlere oder rechte Maustaste, um statt doppelt nur einfach klicken zu müssen. Wer mit der Maus auf Kriegsfuß steht, für den gibt es andere Lösungen: Bei einem Joystick (Steuerhebel, vergleichbar einer Gangschaltung im Auto) wird nicht aus dem Handgelenk, sondern aus dem ganzen Arm geführt, die Hand liegt entspannt auf. Auch beim Grafiktablett (druckempfindliche Platte), das per Stift bedient wird, liegt die Hand unverkrampft auf.
Drucker
Ein Drucker muss selbst eingerichtet werden. Die Installation ist im Prinzip sehr einfach. Ein Drucker muss die von Ihnen gestaltete Seite ausdrucken - entweder schwarz-weiß oder in Farbe (Farbpatronen sind teurer!). Unter dem Aspekt Benutzerfreundlichkeit ist vor allem das leichte Austauschen der Druckerpatrone zu erwähnen.
Quelle:
Broschüre
"Barrierefreie Unterhaltungselektronik - gibt es das?
(Hier zum download)
Herausgeber:
Hessisches Sozialministerium (HSM)
Dostojewskistr. 4
65187 Wiesbaden
Verbraucherzentrale Hessen e.V. (VZH)
Große Friedberger Straße 13 – 17
60313 Frankfurt/Main
Internet: www.verbraucher.de
E-Mail: umwelt@verbraucher.de



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